Zahlreiche Gartenfreunde fanden sich am 18. November auf Schloss Heiligenhoven zum Gärtnerkaffeeklatsch der Bergischen Gartenarche, einem Arbeitskreis des NABU Oberberg zur Erhaltung traditioneller Nutz- und Zierpflanzen, ein. Gut gelaunt wurde bereits von vornherein gefachsimpelt, über das vergangene Gartenjahr diskutiert und nicht zuletzt die Samenernte der Spender und Paten der Arche-Pflanzen an den Arbeitskreis abgeliefert. Hierzu gehörten Samen vom „Guten Heinrich“, der „Brennenden Liebe“, dem „Färberwaid“, dem „Bergischen Bohnenkraut“, der „Gelben Melde“, dem „Engkohl“, der „Bergischen Zuckererbse“ und zahlreichen Bohnensorten. Die Patin Elisabeth von Ondarza aus Nümbrecht war von der „Blauen Salatbohne“, Archepflanze des Jahres 2006, so begeistert, dass sie keine andere Bohne mehr essen möchte.
Auch andere Paten schwören auf die alten Bergischen Sorten, die angepasst an unser Klima sehr gut gedeihen und ein besonderes Geschmackserlebnis bieten. Die bekannte Gartenbuchautorin und Schirmherrin der Gartenarche, Marie-Luise Kreuter, ließ herzliche Grüße ausrichten, konnte aber leider nicht zur Veranstaltung erscheinen. Sie fand in Monika Burgmer eine kompetente Verteterin, die die Gäste beim Gärtnerkaffeeklatsch begrüßte und dazu einlud, sich mit Kaffee und Kuchen zu verpflegen. Anschließend referierte Kathi Hentzschel aus Radevormwald über die vegetative Pflanzenvermehrung, wozu sie auch zahlreiches Anschauungsmaterial aus Garten und Zimmer mitgebracht hatte. Die gezeigten Stecklinge Ableger und Knollen, z.B. von Orangenminze und weißer Herbstaster, Schwarzer Johannisbeere, Grünlilie, Topinambur und "Blauer Salatkartoffel" fanden gegen eine Spende für die Gartenarche schnell neue Besitzer. Wenn auch Sie an den Arche-Pflanzen interessiert sind oder selbst über Pflanzen, die seit mindestens 50 Jahren im Bergischen heimisch sind, verfügen, können Sie sich gerne an Ingrid Langlotz, Tel.: 02261•75306, oder in Radevormwald an Kathi Hentzschel, Tel.: 02195•3388, wenden.
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Foto: Monika Burgmer (2. v. r.) gibt einigen Gästen Tipps zur Verwendung der Topinambur. (Autorin: Sigrid Fröhling)
Kathi Hentzschel (links) beantwortet nach ihrem Referat die Fragen von InteressentInnen zu den mitgebrachten Stecklingen, Ablegern, Jungpflanzen, Brutzwiebeln und Knollen
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