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Broschüre des Verfassungsschutzes gegen rechtsextremistische Propaganda
Montag, den 08. Januar 2007 um 16:56 Uhr
Musik, Mode, Markenzeichen. Rechtsextremismus bei Jugendlichen„Rechtsextremistische Einstellungen sind keineswegs nur ein Problem der neuen Bundesländer und bestimmter Randgruppen“, erklärte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute in Düsseldorf. Nicht erst seit der „Aktion Schulhof“ sei klar, dass Rechtsextremisten bundesweit versuchen, Jugendliche z.B. mit kostenlosen Musik-CD´s zu ködern. Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen informiert daher intensiv über das Thema und hat dazu jetzt die Broschüre „Musik, Mode, Markenzeichen. Rechtsextremismus bei Jugendlichen“ vollständig überarbeitet und neu aufgelegt. Seit ihrer ersten Auflage im Jahre 2003 findet sie sehr großen Anklang bei Multiplikatoren, Eltern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern und musste mehrmals nachgedruckt werden.

„Die Entwicklung von Kindern zu selbstbewussten, toleranten und demokratisch denkenden Menschen ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Innenminister. Nach einer empirischen Studie der Universität Leipzig sind rechtsextremistische Denkmuster nicht nur bei Randgruppen zu finden, sondern in allen Teilen unserer Gesellschaft.

Die Broschüre des Verfassungsschutzes hilft, rechtsextremistische Propaganda mit ihren antidemokratischen und menschenfeindlichen Inhalten zu entlarven. Sie beantwortet die häufigen Fragen der Eltern und Lehrer, ob sich zum Beispiel hinter einem Kleidungsstil und einer Musikrichtung nur Protest oder schon eine ideologische Einstellung verbirgt. Welche Symbole sind verboten? Was bedeutet Volksverhetzung? Fallbeispiele führen leicht verständlich in die Materie ein. Eine Liste von staatlichen und nichtstaatlichen Ansprechpartnern und Kontakten rundet die Veröffentlichung ab.

Unterstützt wird diese Aufklärungsarbeit durch den gerade an Schulen sehr beliebten Comic „Andi“ gegen Rechtsextremismus und für Demokratie. „Für andere Länder ist unser Bildungscomic vorbildlich“, erklärte Wolf. Hamburg hat den Comic jetzt von NRW übernommen und verteilt ihn selbst als Aufklärungsmaterial. „Mit Andi ist der Verfassungsschutz in NRW mit großem Erfolg neue Wege gegangen.“ Die erste Auflage von 100.000 Stück war bereits nach vier Monaten vergriffen. Bestellungen kamen aus fast allen Bundesländern, aus dem benachbarten Ausland und sogar aus Japan und Malaysia.

Zudem hat der Verfassungsschutz in NRW ein breites Angebot für Aufklärungsveranstaltungen an Schulen – für Lehrerinnen und Lehrer wie für Schülerinnen und Schüler. „Unsere Verfassungsschützer lassen sich an nordrhein-westfälischen Schulen gern in die Karten schauen“, berichtete der Innenminister. 2006 fanden dort über 100 Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer statt.

Die Broschüre „Musik-Mode-Markenzeichen“ ist als PDF-Datei auf dieser Seite und unter www.verfassungsschutz.nrw.de verfügbar und kann dort online auch bestellt werden.


pdf Musik, Mode, Markenzeichen. Rechtsextremismus bei Jugendlichen 780.88 Kb


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