Gleichzeitig werden Hautflügler aber auch heute noch angefeindet: „Viele Menschen haben Angst vor eigentlich ganz harmlosen Tieren. Wenn man ein paar Regeln befolgt, kann man aber mit Hornissen, Wespen und Hummeln völlig entspannt umgehen. Das wollen wir zeigen.“ sagt Angelika Leistikow, die Leiterin des NABU Arbeitskreises.
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Männchen (Drohn) der Waldkuckucks-Hummel
(Foto: Angelika Leistikow) |
Also hat sich der NABU dieser Tiere angenommen – mit einem Praxisseminar in Gummersbach am 3. November. Am Vormittag werden Hornissen, Wespen und Hummeln, wertvolle Trachtpflanzen, Hautflügler-freundliche Gartengestaltung und die Einrichtung eines Hummel-Nistkastens behandelt. Nach der Mittagspause wird das Thema vertieft und richtet sich besonders an Hautflügler-Berater und -Umsiedler sowie Imker und andere Interessierte. Dabei geht es um ganz praktische Themen, wie Beratungs-Psychologie und Versicherungsfragen und ganz konkret um die Umsiedlungstechniken von Wespen und Hornissen. Praktisch wird der Zusammenbau eines Hornissennestes aus z.B. einem Rolladenkasten geübt.
NABU und Kreisverwaltung konnten namhafte, bundesweit bekannte Referenten gewinnen: Frau Dr. Melanie v. Orlow, Biologin aus Berlin und Herr Peter Tauchert, Feuerwehrmann und erfahrener Wespen- und Hornissen-Umsiedler aus Frankfurt. Fachkunde und Praxisnähe sind also garantiert! „Selbst Leute, die sich seit Jahren mit Bienen befassen, können hier noch in der Theorie und für die Umsiedlungs-Praxis dazulernen. Gerade für den Schutz der bedrohten Hornissen ist das wichtig!“ meint Frank Wirth, Mitglied des NABU Arbeitskreises und praktizierender Imker.
Der Oberbergische Kreis unterstützt das Seminar finanziell und mit Rat und Tat. Teilnehmer erhalten nach dem Seminar einen Sachkundenachweis. Das Seminar findet am 3.11.07 von 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr in der Kreisverwaltung Gummersbach, Moltkestrasse 34 statt.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldungen bitte an den NABU Arbeitskreis Hautflüglerschutz, Angelika Leistikow unter der Rufnummer 02267 / 880107.