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Darmkrebs ist kein Tabu bei der Klaus Kuhn GmbH Radevormwald
Sonntag, 9. März 2008
Darmkrebs ist kein Tabu bei der Klaus Kuhn GmbH Radevormwald
Darmkrebs ist kein Tabu
Am Wochenende veranstaltete die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH im Johanniter Krankenhaus Radevormwald eine Informationsveranstaltung zum Thema Darmkrebs. Die Veranstaltung war der vorläufige Höhepunkt der seit November 2007 durchgeführten innerbetrieblichen Kampagne, sich der Risiken des kolorektalen Krebs bewusst zu sein, organisiert und durchgeführt von dem Institut für Gesundheitsprävention - Tanja Schmidt, Dormagen. 

Damit will die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH ihren Mitarbeiterlnnen helfen, Berührungsängste abzubauen. Unabhängig vom Lebensalter bietet sie allen Mitarbeiterlnnen die Möglichkeit, sich über dieses zentrale Thema ausgiebig zu informieren durch Informationsmaterial,  Fachartikel in der firmeneigenen Hauszeitung und nun auch durch einen Vortrag des Chefarztes der inneren Medizin des Johanniter Krankenhauses Radevormwald, Dr. Rüdiger Hopert. 

Die Klaus Kuhn GmbH  bietet sowohl allen Mitarbeiter/innen, als auch deren Lebenspartenrlnnen die Möglichkeit, kostenfrei einen immunologischen Blut-Stuhl-Test der Firma CareDiagnostica durchzuführen, um eine mögliche Darmkrebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Diese Tests können Blut im Stuhl sichtbar machen, das mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Blut im Stuhl kann auf das Vorhandensein eines Darmkrebses oder seiner Vorlaufer, die so genannten Polypen, hinweisen.

Dickdarmkrebs ist neben Brust-, Lungen- und Prostatakrebs die häufigste Krebsart überhaupt. Der zentrale Punkt der Dickdarmkrebstherapie ist die frühzeitige Entdeckung des Tumors oder seiner Vorlaufer, um diese dann schnellstmöglich entfernen zu können. So konnten 90 Prozent der Betroffenen noch geheilt werden. Eine Darmspiegelung hilft häufig Tumore zu entdecken. Der Arzt fuhrt bei einer solchen Untersuchung einen Schlauch mit einer Videokamera in den Darm ein. So können Dickdarmkrebsformen entdeckt und auch Vorlaufer des Krebses abgetragen werden. Die Krankenkassen bezahlen ab dem 56. Lebensjahr die Durchführung einer Vorsorge-Darmspiegelung und einer weiteren Untersuchung zehn Jahre später. Aber viele der Berechtigten nehmen dieses Angebot nicht in Anspruch, obwohl die Spiegelung so wichtig ist.

Jedes Jahr erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts Berlin rund 71.000 Menschen an Dickdarmkrebs. Dabei könnte die Gefahr, an Dickdarmkrebs zu sterben reduziert werden - bei einer entsprechenden Vorsorge.

Unterstützt wurde die gut besuchte Informationsveranstaltung durch das Johanniter Krankenhaus Radevormwald, die Stiftung Lebensblicke, die Felix Burda Stiftung, das Netzwerk gegen Darmkrebs, die Deutsche Krebshilfe und die AOK Rheinland.



von links: Tanja Schmidt, Dr. Rüdiger Hopert, Frank Lessing und Christine Huss
von links: Tanja Schmidt, Dr. Rüdiger Hopert, Frank Lessing und Christine Huss
 
von links: Andreas Keßler, Volker Hohmann, Tanja Schmidt, Christine Huss und  Frank Lessing
von links: Andreas Keßler, Volker Hohmann, Tanja Schmidt, Christine Huss und Frank Lessing


Foto: Martina Langbein

 
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