Damit will die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH ihren Mitarbeiterlnnen helfen, Berührungsängste abzubauen. Unabhängig vom Lebensalter bietet sie allen Mitarbeiterlnnen die Möglichkeit, sich über dieses zentrale Thema ausgiebig zu informieren durch Informationsmaterial, Fachartikel in der firmeneigenen Hauszeitung und nun auch durch einen Vortrag des Chefarztes der inneren Medizin des Johanniter Krankenhauses Radevormwald, Dr. Rüdiger Hopert.
Die Klaus Kuhn GmbH bietet sowohl allen Mitarbeiter/innen, als auch deren Lebenspartenrlnnen die Möglichkeit, kostenfrei einen immunologischen Blut-Stuhl-Test der Firma CareDiagnostica durchzuführen, um eine mögliche Darmkrebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Diese Tests können Blut im Stuhl sichtbar machen, das mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Blut im Stuhl kann auf das Vorhandensein eines Darmkrebses oder seiner Vorlaufer, die so genannten Polypen, hinweisen.
Dickdarmkrebs ist neben Brust-, Lungen- und Prostatakrebs die häufigste Krebsart überhaupt. Der zentrale Punkt der Dickdarmkrebstherapie ist die frühzeitige Entdeckung des Tumors oder seiner Vorlaufer, um diese dann schnellstmöglich entfernen zu können. So konnten 90 Prozent der Betroffenen noch geheilt werden. Eine Darmspiegelung hilft häufig Tumore zu entdecken. Der Arzt fuhrt bei einer solchen Untersuchung einen Schlauch mit einer Videokamera in den Darm ein. So können Dickdarmkrebsformen entdeckt und auch Vorlaufer des Krebses abgetragen werden. Die Krankenkassen bezahlen ab dem 56. Lebensjahr die Durchführung einer Vorsorge-Darmspiegelung und einer weiteren Untersuchung zehn Jahre später. Aber viele der Berechtigten nehmen dieses Angebot nicht in Anspruch, obwohl die Spiegelung so wichtig ist.
Jedes Jahr erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts Berlin rund 71.000 Menschen an Dickdarmkrebs. Dabei könnte die Gefahr, an Dickdarmkrebs zu sterben reduziert werden - bei einer entsprechenden Vorsorge.
Unterstützt wurde die gut besuchte Informationsveranstaltung durch das Johanniter Krankenhaus Radevormwald, die Stiftung Lebensblicke, die Felix Burda Stiftung, das Netzwerk gegen Darmkrebs, die Deutsche Krebshilfe und die AOK Rheinland.
 |
| von links: Tanja Schmidt, Dr. Rüdiger Hopert, Frank Lessing und Christine Huss |
| |
 |
| von links: Andreas Keßler, Volker Hohmann, Tanja Schmidt, Christine Huss und Frank Lessing |
Foto: Martina Langbein