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Der Normalidiot - Künstler sehen Menschen mit Down-Syndrom
Freitag, den 21. März 2008 um 11:31 Uhr
Der Normalidiot - Künstler sehen Menschen mit Down-Syndrom
Der Normalidiot
Provozierende Ideen hatten junge Künstler und Designstudenten aus ganz Europa für den Plakatwettbewerb der Lebenshilfe Berlin anlässlich des dritten Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März. Unter dem Titel „Anders in Gesellschaft" suchte die Lebenshilfe Plakate, die für eine Gesellschaft werben, in der es normal ist verschieden zu sein und Menschen so wenig perfekt sein dürfen, wie sie sind.

Reduziert auf einen Schriftzug, irritiert das Siegerplakat den Betrachter und stellt Normalität radikal in Frage. Kalligrafie oder Kinderschrift? Das Kunstwort Normalidiot reizt zum Widerspruch und lädt gleichzeitig ein zum Umdenken. Der Künstler Laurenz Feining von der Wiener Hochschule für angewandte Kunst kommt zur Vernissage nach Berlin und nimmt seinen Preis persönlich entgegen. Zur Wettbewerbsjury gehörten Fons Hickmann, Grafiker und Professor an der Universität der Künste Berlin, Brigitte Werneburg aus der Kulturredaktion der TAZ, der Fotograf Florian von Ploetz, Mario Herrschel, Mitglied des Berliner Rats, der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen in der Lebenshilfe Berlin, und Dr. Stefanie Kespohl, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Berlin.

Projektleiterin Anne-Christin Plate hat selbst einen dreijährigen Sohn mit Down-Syndrom. Die Trickfilmerin studierte Kunst auf Burg Giebichenstein, der Hochschule für Kunst und Design in Halle. Als Mitorganisatorin konnte sie die Grafikdesignerin Anke Nowottne gewinnen, die sie während eines Studienaufenthalts in St. Petersburg kennen gelernt hatte. Jedes 600. Kind wird mit Down-Syndrom, früher diskriminierend Mongolismus genannt, geboren. Beim Down-Syndrom ist das 21. Chromosom in jeder Zelle dreimal statt zweimal vorhanden, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21.

Nach wie vor prägen Vorurteile und falsche Stereotype die Einstellung Menschen mit Down-Syndrom gegenüber. Daher haben EDSA (Europäische Down-Syndrom Association) und DSI (Down-Syndrom International) den 21.3. als Welttag ausgewählt. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages lädt die Lebenshilfe am Samstag, 22.3. von 15 bis 18 Uhr zum Info-Stand in die Jugendräume des  Bürgerhauses Radevormwald ein. Unter anderem präsentieren die Bergische Buchhandlung und die Stadtbücherei Radevormwald eine Auswahl an Literatur zum Thema.  

Weltweit informieren öffentliche Aktionen an diesem Tag über positive Perspektiven für Menschen mit Down-Syndrom. Die Lebenshilfe Berlin eröffnet am 21. März 2008 eine Ausstellung mit den Siegerplakaten und weiteren Entwürfen des Wettbewerbs. Die Galerie Cafe Krull in der Kulturbrauerei ist ab 16 Uhr geöffnet. Das Trio ABACO mit seiner exotischen Besetzung aus Violine, Violoncello und Gitarre unterhält die Besucher musikalisch. Französische Musettes und argentinische Tangos stehen auf dem Programm. Um 19 Uhr beginnt die Ehrung der Preisträger. Zum Rahmenprogramm gehören eine Performance des renommierten Theaters THIKWA und ein Auftritt der Percussionistin Maja von Kriegstein. Die Ausstellung ist bis zum 4. April zu sehen.

Die Lebenshilfe Berlin engagiert sich seit fast 50 Jahren als gemeinnützige Organisation für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien.


 Der Normalidiot - Künstler sehen Menschen mit Down-Syndrom


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