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Organspende geht uns in Radevormwald alle an
Mittwoch, 4. Juni 2008
Organspende geht uns in Radevormwald alle an
Organspende
Bernd aus Radevormwald erinnert sich an den Tag, der ihn von der Dialyse befreien sollte, noch wie heute. Endlich war für ihn eine Niere gefunden und damit die Chance, wieder ein weitgehend normales Leben zu führen. Das liegt nun über 10 Jahre zurück.

Seit 26 Jahren steht der erste Samstag im Juni im Zeichen der Organspende. Bundesweit informieren an diesem Tag Selbsthilfeverbände, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und viele weitere Institutionen wie Ministerien, Gesundheitsämter und kirchliche Einrichtungen über das Thema Organspende und stellen den Ausweis zur Verfügung. Obwohl die Zahl der Organspender in den letzten drei Jahren in Deutschland um über 20 Prozent gestiegen ist, setzen sich immer noch viel zu wenige Menschen mit dieser wichtigen Frage auseinander. Lediglich jeder Achte hat seine Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert. Umfragen zeigen, dass insbesondere die Menschen einer Organspende zustimmen, die gut darüber informiert sind.

Unter dem Motto „Zukunft schenken. Organe spenden.“ soll der 7. Juni dazu beitragen, die Menschen zum Nachdenken anzuregen und zu motivieren, ihre persönliche Entscheidung zu treffen. Organspende ist ein Zeichen von gegenseitiger Solidarität. Denn jeder Mensch kann durch eine schwere Krankheit in die Lage kommen, auf eine lebensrettende Transplantation angewiesen zu sein. Organspende und Transplantation sind im deutschen Transplantationsgesetz klar geregelt. Rechtssicherheit und Chancengleichheit bei der Organverteilung sind die wesentlichen Merkmale dieses Gesetzes. Die erweiterte Zustimmungsregelung sieht vor, dass eine Organspende nur möglich ist, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten selbst zugestimmt hat oder die Angehörigen nach dessen mutmaßlichem Willen entscheiden. Damit ist die Organspende ein Geschenk der Nächstenliebe, das von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Im vergangenen Jahr waren es 1.313 Menschen, die mit einer selbstlosen Organspende im Schnitt drei Menschen die Chance auf eine neue Zukunft gegeben haben. Über 4.000 Menschen konnte mit einer Organspende geholfen werden. Allerdings warten dreimal so viele Menschen auf eine Transplantation.

Deswegen ist es so wichtig ist, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen und eine Entscheidung zu treffen. Viele Menschen haben das bereits getan, aber noch nicht genug. Ein „Ja“ im Organspendeausweis ermöglicht es, Leben zu schenken, wenn das eigene Leben zu Ende gegangen ist. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dso.de oder www.organspende-info.de. Auch das Infotelefon Organspende hilft bei offenen Fragen gerne weiter. Unter der gebührenfreien Servicenummer 0800-90 40 400 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können beantwortet ein kompetentes Team alle Fragen zum Thema. Der Organspendeausweis und Broschüren können kostenlos bestellt werden. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr besetzt. Anlässlich des Tags der Organspende am Samstag, dem 7. Juni 2008, gibt es zusätzliche Sprechzeiten von 10.00 bis 15.00 Uhr. Das Infotelefon Organspende ist eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln, und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Frankfurt am Main.

 
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