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Bisterfeld noch internationaler unterwegs
Mittwoch, den 04. Juni 2008 um 03:34 Uhr
Frisch repariert und mit neuem Sicherheitscockpit: das Boot von Bisterfeld
Nick Bisterfeld
Für den Motorbootrennfahrer Nick Bisterfeld aus Hückeswagen begann jetzt die neue Rennsaison, die von unseren Lesern aus Radevormwald aufmerksam verfolgt wird. Nachdem er im vergangenen Jahr einen "Riesensprung" von 40 PS auf 250 PS gemacht hatte, wechselte er in dieser Saison "nur" in eine andere Serie.

Statt um den Europacup, der vorwiegend in Skandinavien ausgetragen wird, fährt er jetzt um die Weltmeisterschaft in der Formel 2. Aber dafür muss er teilweise um die halbe Welt reisen. Einen kleinen Vorgeschmack dazu gab es schon bei der ersten Veranstaltung: für 30 Minuten Rennen 30 Stunden Anreise! Es ging nach Vila Real de Santo Antonio, eine portugiesische Stadt am Guadiana, dem Grenzfluß zwischen Portugal und Spanien, der dort in den Golf von Cadiz mündet. Urlauber werden die Gegend von dem nur wenige Kilometer entfernten Flughafen Faro her kennen. Aber Flugzeug nutzte Bisterfeld ja nichts, da er sein Boot auf dem Anhänger mitschleppen muss. Andererseits war er froh, dass das Boot überhaupt fertig geworden war, denn die Reparatur nach dem Crash beim letzten Rennen der vergangenen Saison hatte sich doch länger hingezogen als erwartet. Dabei wurde aber auch gleich das neueste Sicherheitscockpit eingebaut, das im Seitenaufprallschutz noch mal verstärkt wurde. Das Rennen selbst begann mit technischen Problemen im Training. So war für Bisterfeld nur Startplatz 10 drin. Beim Rennen lief es gut, bis es in Runde 14 (von 45) zu einem Zusammenstoß mit dem Italiener Alex Carella kam. "Carella riskierte wohl an dieser Stelle etwas zu viel," meinte Bisterfeld, "glücklicherweise konnte ich nach dem Unfall weiterfahren." Der taliener, in derletzten Saison immerhin Achter in der Gesamtwertung, musste nämlich aufgeben. So kam Bisterfeld wenigstens als Zehnter ins Ziel und holte sich dafür den ersten Weltmeisterschaftspunkt. Zum nächsten Wetmeisterschaftslauf im August ist die Reise nicht ganz so weit, dann geht es nur über ca. 1600 km in die lettische Hauptstadt Riga.



 Frisch repariert und mit neuem Sicherheitscockpit: das Boot von Bisterfeld
 Frisch repariert und mit neuem Sicherheitscockpit: das Boot von Bisterfeld
 
 Vorbereitung zum Start
 Vorbereitung zum Start
 
 Bisterfeld im Getümmel an der Wendeboje
 Bisterfeld im Getümmel an der Wendeboje
 

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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