Johanniter Krankenhaus
Schilddrüsen-Operationen gehören traditionell zu den Schwerpunkten des Johanniter-Krankenhauses Radevormwald.
Patienten aus der gesamten Region schätzen die Fachkompetenz der Rader Operateure.
Aber auch technisch gesehen braucht das Johanniter-Krankenhaus keinen Vergleich mit größeren Kliniken zu scheuen: Ein hochmodernes Ultraschallmesser und das intraoperative Neuromonitoring sorgen dafür, dass Eingriffe an der Schilddrüse besonders schonend erfolgen – und zwar für Stimme und Patienten. Die einen hängen müde, lustlos und antriebsarm in den Seilen, andere sind vor Tatendrang kaum zu bremsen. Gerade in der ersten Jahreshälfte werden solche Gefühlsschwankungen häufig der Jahreszeit zugeschrieben. Doch nicht immer ist der Frühling verantwortlich. Auch die Schilddrüse hat großen Einfluss auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Während viele Schilddrüsenerkrankungen durch Jod- oder Hormonpräparate behandelt werden können, lässt sich ein Kropf (Struma) – eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankungen – oft nur operativ entfernen. „Doch auch das muss kein Grund zur Sorge sein“, sagt Dr. Thomas Ehmann, Chefarzt am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald. Immerhin rangieren Schilddrüsenoperationen nach Blinddärmen und Leistenbrüchen bundesweit auf Platz drei der häufigsten Eingriffe. Im Johanniter-Krankenhaus Radevormwald sorgt das Team um Chefarzt Dr. Thomas Ehmann mit viel Kompetenz und hochmoderner Technik dafür, dass der Großteil der Schilddrüsen-Patienten das Krankenhaus innerhalb weniger Tage nach der Operation wieder verlassen kann. So gewährleistet das neue Ultraschallskalpell eine blutarme, gewebeschonende Operation, während das intraoperative Neuromonitoring Verletzungsrisiken des Stimmbandnervs drastisch reduziert. „Damit können wir Schilddrüsenveränderungen nicht nur schneller, sondern auch noch sicherer operieren als früher“, sagt Chefarzt Dr. Thomas Ehmann. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Zum einen ersetzt das spezielle Ultraschallmesser Schere und Skalpell. Beim Großteil der Schilddrüsen-Operationen im Rader Krankenhaus fließt Blut deshalb nur noch beim Durchtrennen der Haut am Hals. Alle weiteren Schnitte erfolgen blutfrei per Ultraschall. „Dabei werden die Gefäße durch die Schallwellen getrennt und das verbleibende Gewebe direkt wieder verschweißt“, erklärt Dr. Ehmann. Der Vorteil: Der Operateur erhält einen klaren Blick auf den zu entfernenden Knoten. Das Risiko, umliegende Organe – wie etwa Speise- oder Luftröhre –zu verletzen, wird erheblich reduziert. Zum anderen hilft auch die Überwachung der gesamten Operation mittels mikrochirurgischer Technik, Komplikationen zu vermeiden. „Beim intraoperativen Neuromonitoring des Stimmbandnervs führen wir bei der Narkose einen speziellen Beatmungstubus ein, der mit kleinen Elektroden ausgestattet ist. Diese informieren uns mittels elektrischer Signale über den aktuellen Zustand des Nervs“, erklärt Johanniter-Chef-Anästhesist Dr. Reinhold Hikl. Ist der Nerv intakt, zeigen sich wellenförmige Kurven; ist er verletzt, entsteht eine Linie. So lässt sich die Unversehrtheit der Stimmbänder und Stimmnerven kontinuierlich überprüfen, nach der Operation treten chronische Heiserkeit, Atemnot und Stimmverluste dadurch viel seltener auf.
Schilddrüse – Vorsorge ist wichtig!
Während Darm- oder Brustkrebsvorsorge sich im Bewusstsein der Deutschen längst etabliert hat, fristet die Schilddrüse bis heute ein vernachlässigtes Dasein. Und das, obwohl Schilddrüsenerkrankungen enorm weit verbreitet sind: Nach einer Studie der Schilddrüsen-Initiative Papillon hat jeder 3. erwachsene Bundesbürger krankhafte Veränderungen an der Schilddrüse, von denen er bisher nichts wusste, 25 Prozent leiden unter einem Schilddrüsen-Knoten. Jährlich werden rund 120.000 Deutsche an der Schilddrüse operiert und weitere 60.000 mit einer Radiojodtherapie behandelt, weil ihre Schilddrüsen-Erkrankung zu spät diagnostiziert wurde. Gerade weil Schilddrüsenerkrankungen oft schleichend und lange symptomfrei verlaufen, empfehlen Mediziner und Schilddrüseninitiativen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Endokrinologen.
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