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Wupper-Vorsperre: Brücke ist eingestürzt
Mittwoch, 25. Juni 2008
Wupper-Vorsperre: Brücke ist eingestürzt
Foto: Archiv
Holzbrücke war bereits seit November 2006 gesperrt. Am Abend des 24. Juni ist die Holzbrücke an der Wupper-Vorsperre eingestürzt und liegt nun im Wasser. Die Polizei hatte den Wupperverband heute am frühen Morgen über den Vorfall informiert. Soweit dem Wupperverband bisher bekannt ist, ist niemand zu Schaden gekommen.

Was zum Einsturz der Brücke geführt hat, wird zurzeit geprüft. Die Brücke war bereits seit November 2006 gesperrt. Der Wupperverband hatte damals bei einer seiner Routinekontrollen festgestellt hat, dass die Standsicherheit der Brücke beeinträchtigt ist. Daher war die „Ernst-Müller-Brücke“ sofort aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Wupperverband, ein Statiker und die Firma, die die neue Stahlbrücke errichten wird, haben heute die eingestürzte Holzbrücke begutachtet. Es hat sich gezeigt, dass die Bogenbinder auf der in Fließrichtung rechten Seite an der Stelle gebrochen sind, wo die Gehwegskonstruktion mit der Tragkonstruktion (Bogenbinder) verbunden ist. Diese Stelle war bereits in dem Gutachten, das im Frühjahr 2007 erstellt wurde, als Schwachstelle aufgeführt worden. Morgen wird eine Vermessung der Betonauflager, auf denen die Brücke ruht, durchgeführt. Dabei wird geprüft, ob der Einsturz der Holzbrücke negative Auswirkungen auf die Gründung der Brücke hat. Mit der Demontage der eingestürzten Brücke soll ab morgen begonnen werden. Die neue Stahlbrücke wird derzeit im Werk erstellt. Nach Fertigstellung der Brückenteile und Demontage der Holzbrücke wird die Montage der neuen Stahlbrücke voraussichtlich bis Ende Juli dauern.

Wupperverband

Der Wupperverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Die gesetzlichen Aufgaben des Verbandes sind Abwasserreinigung mit Klärschlammentsorgung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung, Bereitstellung von Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung, Ermittlung der wasserwirtschaftlichen Grundla-gen sowie Unterhaltung, Renaturierung und ökologische Entwicklung der Flüsse und Bäche. Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klär-werke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Ver-bandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversor-gungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet. In den letzten Jahren hat der Wupperverband sich zunehmend zum Flussgebietsmanager und Dienstleister für seine Mitglieder entwickelt, die Zusammenarbeit mit den Wasserakteuren (z. B. Kommunen, Industrie, Landwirtschaft, Fischerei) intensiviert und sich für den Austausch von Informationen und für die Nutzung von Synergien eingesetzt. Zur Erfül-lung seiner Aufgaben setzt er zeitgemäße Managementwerkzeuge sowie moderne Informationstechnik und ein Geographisches Informationssys-tem ein. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Siche-rung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und Bürgerinnen und Bürger.




 
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