|
Abwassertechnische Sanierung in Kierspe ist abgeschlossen |
|
Donnerstag, 26. Juni 2008 |
Talsperre
Nach drei Jahren Bauzeit ist die abwassertechnische Sanierung im Stadtgebiet Kierspe nun abgeschlossen.
Als letzter Baustein wurde der Stollen, der vom neuen Regenüberlaufbecken (RÜB) Eickener Mühle bis zum Betriebsstandort Stöcken führt, fertig gestellt. Anfang Juni erfolgten die technischen Abnahmen für die Anlage.
In den vorhandenen Stollen hatte der Wupperverband zwei neue Rohrleitungen eingebaut. Sie ersetzen die alte, hydraulisch überlastete Schmutzwasserleitung. Durch die beiden neuen Leitungen im Stollen wird das Abwasser aus dem Kanalsystem der Stadt Kierspe zum Klärwerk Marienheide des Wupperverbandes geleitet. Bei starkem Regen werden überschüssige Wassermengen, die von den Leitungen nicht mehr aufgenommen werden können, im RÜB Eickener Mühle zwischengespeichert. Lässt der Regen nach, wird das im Becken gestaute Wasser dosiert über die Leitungen zum Klärwerk abgegeben. Sollte die Kapazität des RÜB ausgeschöpft sein, wird das überschüssige Wasser in dem Stollen gespeichert, der zusätzlich als Regenrückhaltebecken (RRB) mit einem Volumen von rund 5000 Kubikmetern genutzt wird. Erst wenn auch das Volumen des RRB ausgeschöpft ist, erfolgt die Einleitung in den Lingesebach.
Neben dem Neubau des RÜB Eickener Mühle und dem Stollenumbau umfasste das gesamte Maßnahmenpaket in Kierspe auch den Umbau des RÜB Mühlenberg und den Umbau des RRB Wil-denkuhlen. Durch die Baumaßnahmen entsprechen die Abwasseranlagen in Kierspe den allgemein anerkannten Regeln der Technik. So kann der Schutz der nahe gelegenen Kerspe-Talsperre, einer der von der Wuppertaler Stadtwerke AG betriebenen Trinkwassertalsperren, weiter verbessert werden.
Auch für die weitere Stadtplanung und Gewerbeentwicklung in Kierspe war die abwassertechnische Sanierung notwendig. Darüber hinaus soll auch die Lingese-Talsperre des Wupperverbandes von den Baumaßnahmen profitieren, da die Einleitungen aus dem alten Regenüberlaufbecken Stöcken in den Lingesebach reduziert werden können. Zur Umsetzung des Gesamtprojekts hatten die Wuppertaler Stadtwerke, die Stadt Kierspe und der Wupperverband im Dezember 2003 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme von rund 5,1 Mio. Euro werden von den Wuppertaler Stadtwerken, der Stadt Kierspe und dem Wupperverband anteilig getragen.
|