Dynamik in Rade
Jetzt vorliegende Beschäftigungsdaten vom Dezember 2007 zeigen, dass zwischen Leverkusen und Morsbach bzw. zwischen Radevormwald und Rösrath mehr Männer und Frauen in Beschäftigung sind als in den letzten Jahren.
Zum Jahresende gingen 238.280 Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 4.620 oder 2,0 Prozent mehr als Ende 2006.
Im Jahr zuvor betrug diese Zuwachsrate nur 1,0 Prozent. Am Arbeitsort Radevormwald gingen zum Jahresende 7.470 Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 314 oder 4,4 Prozent mehr als Ende 2006. Den deutlichsten Anstieg erlebten die Arbeitnehmer/innen im Oberbergischen Kreis mit +2.124 oder +2,3 Prozent auf 94.447, gefolgt von denjenigen aus Leverkusen mit +1.026 oder +1,9 Prozent auf 53.713 und den Rhein-Bergern mit +1.470 oder +1,7 Prozent auf 90.120. In allen Kommunen des Bezirks der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach gab es Ende 2007 mehr beschäftigte Einwohner als ein Jahr zuvor. Im Reichshof (+3,5 Prozent), in Kürten (+3,4 Prozent), Gummersbach und Nümbrecht (jeweils +3,1 Prozent) fielen diese Zuwächse überdurchschnittlich aus. In Burscheid (+0,9 Prozent) sowie Bergisch Gladbach und Hückeswagen (jeweils +1,1 Prozent) war der Beschäftigungsanstieg der Bevölkerung unterdurchschnittlich ausgeprägt. „Alle Personengruppen profitieren vom Beschäftigungszuwachs, aber besonders auffällig ist der Beschäftigungszuwachs unter den Älteren“, beobachtet Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Ihre Beschäftigtenzahl erhöhte sich binnen Jahresfrist stärker als der Durchschnitt für alle Personengruppen um mehr als sechs Prozent. Für den Kenner des regionalen Arbeitsmarktes gibt es zwei Ursachen für die Zunahme:
„Hauptgrund ist die längere Verweildauer der Älteren im Erwerbsleben mit weniger Frühverrentungen; zum anderen kommt hinzu, dass Arbeitgeber im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verstärkt Ältere einstellen, die sich wiederum intensiver, weil erfolgversprechender als früher um Arbeit bemühen.“ Die verbesserte Konjunktur wirkt sich auch im Bereich der Ausbildung aus. 16.380 lautete Ende Dezember 2007 die Zahl der Auszubildenden, die um viereinhalb Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis lag. In den Betrieben im Agenturbezirk wurden - nach ihren Meldungen an die Sozialversicherung - zum Jahresende 212.384 Männer und Frauen beschäftigt, 4.496 oder 2,2 Prozent mehr als Ende 2006. Damit wurde aber der Stand vom letzten Konjunkturhoch in 2001 noch um 11.726 oder 5,2 Prozent unterschritten und auch der Stand von 1991 wurde um 19.068 oder 8,2 Prozent verfehlt. „Die Folgen der letzten Konjunkturdellen und des Strukturwandels sind auch in der hiesigen Region noch nicht überwunden“, so Klebe. Obwohl in einigen Kommunen (z. B. Gummersbach und Overath) die Beschäftigtenzahlen durch – in der regionalen Zuordnung – fehlerhafte Meldungen der Arbeitgeber verzerrt sind, lassen sich teilweise gegensätzliche Entwicklungen in den einzelnen Kommunen feststellen: Während in Bergneustadt, Engelskirchen und Rösrath weniger Beschäftigungsverhältnisse gezählt wurden, gab es im Reichshof, in Marienheide, Lindlar und Kürten deutliche Zuwächse. In Leverkusen deutet die erneute erhebliche Diskrepanz zwischen Beschäftigungswachstum der Bevölkerung und dem der Arbeitsplätze auf eine weitere Steigerung der Auspendlerzahlen hin.
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