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Jugendamt überträgt Betreuung von Kleinkindern an Tagesmütternetz |
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Donnerstag, 24. Juli 2008 |
Vereinbarung
Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz, kurz: Kibiz, hat das Land die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erstmals in einem Gesetz geregelt und diese Aufgabe den Jugendämtern übertragen.
In allen Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises, außer in Gummersbach, kümmert sich ab sofort das Tagesmütternetz Oberberg e.V. um die Betreuung und Förderung von Kindern unter drei Jahren, sofern die Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen. Das haben das Kreisjugendamt, das für neun Städte und Gemeinden zuständig ist, sowie die Jugendämter Radevormwald, Wiehl und Wipperfürth vereinbart.
Heute haben die beiden Vorsitzenden des Tagesmütternetz Oberberg, Gaby Ochel-Mascher und Gisela Harr, die Vereinbarung mit dem Oberbergischen Kreis unterzeichnet. „Wir haben uns um die Betreuung von Kindern unter drei Jahren schon in der Vergangenheit gekümmert, indem wir das Tagesmütternetz gefördert haben“, sagt Dr. Jorg Nürmberger, Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises. Mit Kibiz sei diese freiwillige Aufgabe zu einer Pflichtaufgabe für die Jugendhilfeträger geworden. Das Tagesmütternetz erhält für die Wahrnehmung dieser Aufgabe 60.000 Euro jährlich vom Kreisjugendamt. „Für uns ist das Tagesmütternetz ein wichtiger Bestandteil in der Kinderbetreuung“, betont auch Heinz Thelen, Leiter des Kreisjugendamtes.
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| Jugendamtsleiter Heinz Thelen, Sozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger sowie die Vorsitzenden des Tagesmütternetz Oberberg, Gisela Harr und Gaby Ochel-Mascher unterzeichneten die Vereinbarung für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. (Foto: OBK) |
Knapp 300 Tagesmütter und drei Tagesväter sind über das Tagesmütternetz mit Sitz in Gummersbach organisiert. Sie betreuen in der Regel zwei bis fünf Kinder vom Säuglingsalter bis zum 15. Lebensjahr. „Vor allem mit der Ausweitung der Öffnungszeiten im Einzelhandel ist die Nachfrage bei uns gestiegen“, berichtet Gaby Ochel-Mascher. Alleinerziehende und Eltern, die im Schichtdienst arbeiteten und früh morgens, spät abends oder am Wochenende berufstätig seien, würden die Dienste des Tagesmütternetz in Anspruch nehmen. „Wir versuchen bei der Vermittlung auch immer darauf zu achten, dass den Eltern keine weiten Wege entstehen“, berichtet Gisela Harr.
So ist die Tagesmutter in der Regel in der Nähe des Arbeitsplatzes oder des Wohnortes zu finden. Der Verein kümmert sich außerdem um die Qualifizierung der Tagesmütter. In Waldbröl, Wipperfürth und Gummersbach werden regelmäßig Fortbildungen in Kooperation mit dem Wipperfürther Haus für Familie angeboten. Denn ab 2010 dürfen Tagesmütter ohne den Nachweis einer entsprechenden Qualifikation nicht mehr tätig werden. „Unsere Qualifizierungsangebote werden gut nachgefragt“, berichtet Gaby Ochel-Mascher. „Kibiz schreibt jetzt auch erstmals fest, dass Kinder unter drei Jahren gefördert werden müssen“, ergänzt Jugendamtsleiter Thelen. Finanziert wird die Betreuung wie bei einem Kindergartenplatz – abhängig vom Einkommen der Eltern.
Mehr Informationen für Eltern und interessierte Tagesmütter und -Väter gibt es beim Tagesmütternetz Oberberg e.V., Am Wiedenhof 19 in Gummersbach sowie per E-Mail unter
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oder telefonisch unter der Rufnummer 02261/88-6886. Im Internet ist der Verein unter www.tagesmuetternetz.de zu finden.
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