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Gelungene Integration: Ehrenfelder Moschee geht in die Schlussberatungen
Donnerstag, 31. Juli 2008
Gelungene Integration: Ehrenfelder Moschee geht in die Schlussberatungen
Moschee
Die Bebauungsplanänderung für die geplante repräsentative Moschee der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religionen e.V. DITIB geht im August in die Schlussberatungen im Kölner Rat. Während im Oktober und November vergangenen Jahres noch insgesamt fast 4.000 Stellungnahmen zu diesem Vorhaben bei der Stadt Köln eingegangen waren, gab es keine einzige weitere Stellungnahme zu den zwischenzeitlich geänderten Plänen.

Den Ratsfraktionen wird nun die Änderung des Bebauungsplanes einschließlich einer Bewertung der im Verfahren eingegangenen Stellungnahmen zugeleitet. Am 11. August 2008 wird darüber die Bezirksvertretung Ehrenfeld beraten bevor am 14. August der Stadtentwicklungsausschuss voraussichtlich sein Votum abgibt. Die Schlussentscheidung durch den Rat ist für den 28. August 2008 vorgesehen. Die DITIB plant für das Grundstück Innere Kanalstraße / Venloer Straße in Köln Ehrenfeld den Bau eines repräsentativen islamischen Kulturzentrums mit Moschee mit einer aufgefächerten Kuppel, für die eine Höhe von 36,50 Metern zugelassen wird und zwei Minarette mit einer zulässigen Höhe von 55 Metern. Mit dem Bau der Moschee ist eine Randbebauung entlang der Fuchsstraße und des Sportplatzes für verschiedene Nutzungen vorgesehen. In einem ersten Beschluss hatte der Kölner Rat dem Vorhaben grundsätzlich mit den wesentlichen Höhenbegrenzungen zugestimmt. Im Vergleich zu dem ursprünglichen Entwurf hat die DITIB das Volumen ihrer Nebennutzungen deutlich reduziert. Um 70 Prozent wurde der Anteil der Büroflächen verkleinert, auf die Grenzbebauung zur angrenzenden Bezirkssportanlage wird inzwischen verzichtet. Das 2. und 3. Untergeschoss, ursprünglich unter anderem für einen Veranstaltungssaal vorgesehen, entfällt. Verkleinert wurden auch die Flächen für die Einzelhandelsbetriebe von 1800 Quadratmeter auf 1.600 Quadratmeter und für die Gastronomiebetriebe von 750 Quadratmeter auf 650 Quadratmeter sowie die Nutzfläche für Wohnen und Beherbergung von 550 Quadratmeter auf 400 Quadratmeter. Statt 135 Stellplätzen sollen jetzt 149 Plätze im ersten Untergeschoss errichtet werden.

Oberbürgermeister Fritz Schramma begrüßt die – nicht zuletzt auf seine Initiative -vorgenommene „architektonische Neuausrichtung“ der beiden Minarette hin zu einer deutlich schlankeren und modernen Form. Der OB hat das Vorhaben der DITIB, an die Stelle ihrer bisherigen seit mehr als 20 Jahren in alten Fabrikgebäuden befindlichen Moschee eine gestalterisch ansprechende und architektonisch hochwertige repräsentative Moschee zu errichten, von Anfang an unterstützt. OB Schramma: „Ein wichtiger Bestandteil einer gelingenden Integration ist, dass einem großen Teil der rund 120.000 muslimischen Gläubigen, die in Köln leben, ein offenes und würdiges Haus als Ort des Gebetes zur Verfügung steht. Ich bin überzeugt, dass die Moschee einen Beitrag zur Integration der muslimischen Bürgerinnen und Bürger in die Gesellschaft leistet ohne Verpflichtung zur Aufgabe der eigenen kulturellen Identität. Dabei nehme ich die vorgetragenen Bedenken und Ängste durchaus ernst. Die in Gesprächen zwischen mir und der DITIB vereinbarten „Acht Punkte“ bieten die große Chance, die Moschee mehr als bislang zu einem Ort der gegenseitigen Anerkennung und Transparenz werden zu lassen. Die Übersetzungen der Koranverse ins Türkische als auch ins Deutsche, der Verzicht auf den Muezzin-Ruf nach außen, die Gleichbehandlung der Geschlechter und die Verpflichtung der DITIB, ihre Anstrengungen um die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse bei Kurs- und Schulungsveranstaltungen zu intensivieren, waren für mich die Schlüsselzusagen, die meines Erachtens für die breite Akzeptanz der Moschee unverzichtbar waren.“



 
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