Nach 5.215 Zugängen und 4.763 Abmeldungen stieg die Zahl der Arbeitslosen zwischen Juni und Juli 2008 um 451 oder 1,7 Prozent auf 27.060 und blieb damit nicht nur unter dem Stand vom Mai (27.190), sondern auch um 3.916 oder 12,6 Prozent deutlich unter dem vom Juli 2007. Die wesentlichen Ursachen der jüngsten Entwicklung lagen im Zusammentreffen unterschiedlicher Einflussfaktoren: Zum einen wurden im Juli die Kündigungen zum vorigen Quartalsende wirksam, des weiteren führte das Ende von betrieblichen Ausbildungsverhältnissen zu vorübergehenden Arbeitslosmeldungen von jüngeren Arbeitnehmer/innen und außerdem meldeten sich vermehrt junge Männer und Frauen nach Schule, Studium oder einer schulischen Berufsausbildung. Diese Zugänge erfolgen jedes Jahr nahezu zum gleichen Zeitpunkt, je nach Ferientermin, und sind auch in ihrem Umfang nicht ungewöhnlich“, so Klebe. „Ich erwarte, dass sich nach den Ferien – mit einer wieder anziehenden Einstellungsbereitschaft – die positive Arbeitsmarktentwicklung fortsetzt.“ Der Anstieg der Arbeitslosigkeit erfolgte vor allem bei den Kunden der Agentur für Arbeit mit +363 oder +4,1 Prozent auf 9.112 und weniger bei den Kunden der Arbeitsgemeinschaften (+88 oder +0,5 Prozent auf 17.948. Hier zeigen sich also in erster Linie Zugänge von Arbeitslosen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (incl. Ausbildung). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Rahmen dieser Entwicklung von 7,3 Prozent auf 7,4 Prozent, vor einem Jahr betrug sie noch 8,4 Prozent. Die hiesigen Betriebe und Verwaltungen erteilten im Juli 2008 Vermittlungsaufträge für 1.018 Stellen in einer normalen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung; nachdem 1.034 Stellenangebote entweder erledigt oder storniert wurden, blieben im Berichtsmonat 2.151 Stellen noch unbesetzt, 22 oder 1,0 Prozent weniger als im Juni und 78 oder 3,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gesucht wurden vor allem flexible und mobile Hilfskräfte, Elektroinstallateure, Schlosser, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Bürofachkräfte, Schweißer, Zerspanungsmechaniker und Friseure. In einzelnen Berufen gestaltet sich die Besetzung nach wie vor schwierig, da die verfügbaren Bewerber nicht den spezifischen Anforderungen der Betriebe entsprechen. Einige Betriebe sind dazu übergegangen, bewusst mit zusätzlichen Leistungen bzw. Angeboten ihrer Betriebe zu werben, um die gewünschten Arbeitnehmer zu gewinnen. Trotz eines permanenten Fachkräftebedarfs schließt sich nicht an jede abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung eine unmittelbare Anschlussbeschäftigung an. Auch in diesem Monat kam es zu vorübergehenden Arbeitslosmeldungen von Ausbildungsabsolventen. Dadurch stieg die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen um 478 oder 17,1 Prozent auf 3.281. Bei den älteren Arbeitslosen gab es hingegen leichte Rückgänge, 7085 Männer und Frauen ohne Beschäftigungsverhältnis waren 50 Jahre und älter (-32 oder -0,4 Prozent). 11.292 Personen sind bereits ein Jahr und länger arbeitslos, sie machen 41,7 Prozent aller Arbeitslosen aus. Das Risiko langzeitarbeitslos zu werden ist regional unterschiedlich ausgeprägt: Von denjenigen, die sich im Juli 2007 arbeitslos melden mussten waren im Juli 2008 im Agenturbezirk noch 12,9 Prozent arbeitslos; in Bergisch Gladbach und Leverkusen sogar 14,2 bzw. 14,1 Prozent, in Gummersbach und Wipperfürth hingegen nur 10,2 bzw. 10,3 Prozent. Vor einem Jahr war das Risiko noch deutlich höher, damals mündeten 17,4 Prozent in Langzeitarbeitslosigkeit. Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im Bezirk der Agentur für Arbeit Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. In 2.352 Fällen wurde eine abhängige und selbständige Tätigkeit gefördert, in weiteren 1.222 Fällen eine Qualifizierung und in 1.186 Fällen eine Arbeitsgelegenheit.
Auch im Juli 2008 verlief die Arbeitsmarktentwicklung regional unterschiedlich ausgeprägt: Im Westteil des Bezirks führten die höheren Angestelltenanteile zu einem etwas überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, während im Oberbergischen Kreis sich die Daten kaum veränderten (Gummersbach) bzw. zurückgingen (Wipperfürth). Anders sah die Situation im Raum Waldbröl aus, denn hier verstärkte das Auslaufen verschiedener befristeter Arbeitsverhältnisse die Zunahme der Arbeitslosenzahlen. Vermehrte Zugänge aus den unterschiedlichen Formen von Ausbildung und vermehrte Zugänge von Angestellten, die zum Quartalsende ihre Stelle verloren hatten, führten im Rheinisch-Bergischen Kreis zu einem höheren Anstieg der Arbeitslosigkeit als in den übrigen Regionen des Bezirks. Im Laufe des Monats mussten sich 1.763 Männer und Frauen bei der Agentur oder den Standorten der Kooperationsgemeinschaft Arbeit und Soziales (K-A-S) arbeitslos melden, gleichzeitig schieden 1.528 Personen aus der Arbeitslosigkeit aus. Im Juli blieben im Kreisgebiet danach 9.991 Arbeitnehmer ohne Anstellung; 223 oder 2,3 Prozent mehr als im Juni, aber 1.393 oder 12,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent nach 7,0 Prozent im Vormonat und 8,1 Prozent im Vorjahr. 3.380 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Agentur für Arbeit und 6.611 zu denen der K-A-S. Durch die vermehrten Meldungen nach schulischen und betrieblichen Bildungsmaßnahmen erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen unter 25-Jährigen um 183 oder 20,7 Prozent auf 1.066; sie blieb aber um 71 oder 6,2 Prozent unter dem Stand vom Juli 2007. In den Betrieben im Rheinisch-Bergischen Kreis waren im Berichtsmonat noch 596 Stellen unbesetzt, die eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung boten. Diese Angebote bezogen sich vor allem auf Groß- und Einzelhandelskaufleute, Bürofachkräfte, Kindergärtner, Elektroinstallateure, Sozialarbeiter und Sozialpfleger, Datenverarbeitungsfachleute und Friseure. Der Bezirk der Hauptagentur Bergisch Gladbach folgte der kreisweiten Entwicklung mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 166 oder 2,3 Prozent auf 7.329; dies waren noch 809 oder 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent nach 7,4 Prozent im Juni und 8,3 Prozent im Juli 2007. Zu den Kunden der Agentur zählten 2.442 Arbeitslose und zu denen der K-A-S 4.887. Im Hauptagenturbezirk waren im Juli noch 408 Stellen frei, die eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beinhalteten. Gesucht wurden insbesondere Kindergärtner, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Elektroinstallateure, Friseure, Bürofachkräfte und Verkäufer. Auch zwischen Leichlingen und Wermelskirchen wuchs im Juli die Zahl der Arbeitslosen; nach 493 Zugängen und 426 Abmeldungen fiel der Bestand mit 2.662 um 57oder 2,2 Prozent höher aus als im Juni aber noch um 584 oder 18,0 Prozent niedriger als im Vorjahr. Vermehrte Zugänge aus Erwerbstätigkeit, aber auch nach Schule, Berufsausbildung und Weiterbildung prägten diese Entwicklung. 938 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Geschäftsstelle der Agentur und 1.724 zu denen der drei Standorte der K-A-S. Die Arbeitslosenquote betrug nunmehr 6,3 Prozent nach 6,2 Prozent im Juni und 7,6 Prozent im Juli 2007. Seitens der Betriebe wurden in den letzten vier Wochen Vermittlungsaufträge für 101 Stellen erteilt, die eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umfassen. Nach der Erledigung von 110 derartigen Stellenangeboten blieben noch 188 Stellen vakant. Gesucht wurden insbesondere Groß- und Einzelhandelskaufleute, Bürofachkräfte, Datenverarbeitungsfachleute, Sozialarbeiter und Sozialpfleger, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik und Maschinenbautechniker.
Im Oberbergischen Kreis erfolgte die Zunahme der Arbeitslosigkeit insgesamt verhaltener als im Westteil des Agenturbezirks: Hier stieg die Zahl arbeitsloser Männer und Frauen im Juli um 95 oder 1,1 Prozent auf 9.134 und lag damit aber um 1.371 oder 13,1 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Die Ursachen dieser Entwicklung lagen analog zu denen der übrigen Regionen in vermehrten Arbeitslosmeldungen von Angestellten und Übergängern zwischen Schule und Berufsausbildung bzw. Berufsausbildung und Beschäftigung. 2.336 Arbeitslose wurden durch die drei Geschäftsstellen der Agentur betreut und 5.599 durch die Job-Center der Arge- Oberberg. Die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet blieb mit 6,3 Prozent auf dem Stand vom Juni, vor einem Jahr betrug sie noch 7,2 Prozent. Die oberbergischen Betriebe erteilten Vermittlungsaufträge für 474 Stellen, die eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung boten. Nachdem 406 Stellenangebote erledigt waren standen für 943 Stellen endgültige Einstellungsentscheidungen noch aus. Die oberbergischen Betriebe suchten vor allem Schweißer, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Elektroinstallateure, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Schlosser, Bürofachkräfte und Friseure. In der Kreismitte, dem Geschäftsstellenbezirk Gummersbach, blieb die Arbeitslosigkeit nahezu auf dem Stand des Vormonats, jedoch führten auch hier vermehrte Zugänge von schulischen und betrieblichen Bildungsgänge zu einer höheren Zahl arbeitsloser Jüngerer. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen lag mit 4.875 um 17 oder 0,3 Prozent über dem Stand vom Juni, jedoch um 610 oder 11,1 Prozent unter dem vom Juli 2007. 687 Arbeitslose waren jünger als 25 Jahre, 89 oder 14,9 Prozent mehr als vor vier Wochen. 1.788 Arbeitslose waren Kunden der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit und 3.087 Kunden der Arge-Standorte. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,3 Prozent auf dem Vormonatsstand; vor einem Jahr lag sie noch bei 7,0 Prozent. Inden Betrieben im Geschäftsstellenbezirk waren noch 463 Stellen unbesetzt, die eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung boten. Im vorderen Feld der gesuchten Berufe standen Schweißer, Elektroinstallateure, Bürofachkräfte, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Schlosser und Zerspanungsmechaniker Drehtechnik. Zusätzlich zu den Einflussgrößen Quartalskündigungstermin und Übergangsarbeitslosigkeit von Ausbildungsabsolventen führten im Geschäftsstellenbezirk Waldbröl das Ende verschiedener befristeter Beschäftigungsverhältnisse zu einem vergleichsweise deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit; mit 2.369 wurde der Juni-Stand um 112 oder 5,0 Prozent übertroffen, immerhin waren dies noch 305 oder 11,4 Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. 884 arbeitslose Männer und Frauen gehörten zum Kundenkreis der Agentur für Arbeit und 1.485 zu denen der Arge Oberberg. Die Arbeitslosenquote im Südkreis stieg von 6,8 Prozent im Juni auf 7,1 Prozent im Juli, vor einem Jahr betrug sie 8,0 Prozent. Gleichzeitig boten die Betriebe im Bezirk 171 Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, dabei suchten sie flexibel einsetzbare Hilfskräfte, Montierer, Elektroinstallateure und Maler und Lackierer im Ausbaugewerbe. Abweichend von der kreisweiten Entwicklung ging im Städtedreieck des Nordkreises die Arbeitslosigkeit leicht zurück: Mit 1.890 wurde der Stand der Arbeitslosigkeit vom Juni um 34 oder 1,8 Prozent unterschritten und der vom Vorjahr um 456 oder 19,4 Prozent. 724 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Agenturgeschäftsstelle in Wipperfürth und 1.166 zu denen der Arge Oberberg. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent nach 5,9 Prozent im Vormonat und 7,1 Prozent im Vorjahr. Trotz Ferienzeit wuchs im Nordkreis die Nachfrage nach Arbeitskräften um 42 oder 15,7 Prozent auf 309 Stellen in normaler sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Die Betriebe suchten insbesondere Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Schlosser, Schweißer, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Metallschleifer und Elektroinstallateure.
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