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Lehrstellen - Lücke zwischen Angebot und Nachfrage
Freitag, 1. August 2008
Lehrstellen - Lücke zwischen Angebot und Nachfrage
Beratung
Jochen aus Radevormwald sucht noch eine Lehrstelle. Die Konkurrenz ist groß, denn auf 1 Lehrstelle kommen durchschnittlich fast 3 Bewerber. Auch kurz vor offiziellem Ausbildungsbeginn sind weitere Bemühungen um Ausbildungsstellen notwendig – für Leverkusen und die bergischen Kreise kann noch keine Entwarnung gegeben werden, so Ortwin Walter, Sprecher der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Bergischen zeigt auch in 2008 ein unausgewogenes Bild. Von Oktober bis Juli meldeten die hiesigen Betriebe 2.711 Berufsausbildungsstellen, 85 oder 3,0 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Andererseits kamen im gleichen Zeitraum 4.059 junge Männer und Frauen als Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle zur Agentur für Arbeit, 880 oder 17,8 Prozent weniger. Damit hat sich die Relation Berufsausbildungsstellen je Bewerber von 0,57 im Vorjahr auf nunmehr 0,67 im aktuellen Jahr verbessert. Allein in den letzten vier Wochen wurden noch 82 Ausbildungsstellen aber auch 233 Bewerber/innen gemeldet. Gleichzeitig sank die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen um 159 und die der unversorgten Ausbildungssuchenden um 485. So standen im Juli den 581 noch unbesetzten Ausbildungsstellen 1.341 unversorgte Bewerber/ innen gegenüber. Diese Bewerber/innen können aber auch auf Ausbildungsstellen an Rhein und Wupper zurückgreifen. 28 Prozent der Auszubildenden haben ihren Ausbildungsplatz außerhalb des Bezirks der Agentur. Wer jetzt noch einen Ausbildungsplatz sucht, muss bei seiner Berufswahl auch Alternativen in Erwägung ziehen und andererseits mobil sein, so Ortwin Walter.

„Wenngleich die meisten Betriebe ihre Ausbildungsplätze bereits meldeten und zahlreiche Verträge geschlossen wurden, bieten auch jetzt immer noch Unternehmen aktuelle Ausbildungsmöglichkeiten an. Daher sollten Schülerinnen und Schüler weiterhin engen Kontakt mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur halten. Auch dann, wenn bereits alternative Wege zur Berufsausbildung überlegt wurden“, macht Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur, den noch unversorgten jungen Männern und Frauen Mut. Unternehmen und Verwaltungen, die noch Ausbildungsstellen zu besetzen haben, sollten sich umgehend mit dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur in Verbindung setzen. Der Arbeitgeber-Service berät und informiert auch über den Ausbildungsbonus, der jetzt eingeführt wurde und finanzielle Hilfen für zusätzliche Aktivitäten von Ausbildungsbetrieben bereithält. Die Vermittler der Arbeitsagentur sind unter der Arbeitgeber- Hotline Tel: 01801 – 66 44 66 erreichbar. Martin Klebe: „Auch unter den Jugendlichen, die jetzt noch suchen sind geeignete Bewerber/innen dabei, die sich im Betrieb zu unverzichtbaren Mitarbeiter/innen entwickeln können.“

Weitere Informationsangebote:

Mit dem Virtuellen Arbeitsmarkt im Internet unter www.arbeitsagentur.de  bietet die Agentur für Arbeit Ausbildungsbetrieben wie auch Lehrstellenbewerbern einen umfassenden Vermittlungsservice an. Daneben können durch den Link auf BERUFEnet interessante Informationen rund um den Ausbildungsberuf abgerufen und durch den Link auf KURS die Ausbildungsangebote in Schulen und Hochschulen gefunden werden.


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Foto: Agentur für Arbeit



 
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