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Verdienstmedaille des Verdienstordens für Gudrun Butte aus Radevormwald
Freitag, 22. August 2008
Verdienstmedaille des Verdienstordens für Gudrun Butte aus Radevormwald
Johanniter Altenheim
Die Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Gudrun Butte durch Landrat Hagen Jobi fand gestern um 11 Uhr im Johanniter- Altenheim in Radevormwald statt. Frau Gudrun Butte, die vor ihrem Rentenantritt im Jahr 2005 in der Johanniter Schwesternschaft beruflich als Oberin tätig war, hat durch ihr langjähriges Engagement im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Frau Butte arbeitete bis 1978 als Krankenschwester im Johanniter-Krankenhaus und dessen Altenheim in Radevormwald. Seit 1971 gehört sie der Johanniter-Unfall-Hilfe und seit 1974 der Johanniter-Schwesternschaft an. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre nahm sie an einer Fortbildung für leitende Aufgaben in Krankenhäusern und Heimen an der Schwesternhochschule der Diakonie in Berlin teil. Von 1979 bis 1982 arbeitete sie als Referentin für Ausbildung und Rettungswesen in der Bundesgeschäftsführung der Johanniter-Unfall-Hilfe inBonn.  1982 übernahm Frau Butte die Leitung des Alten- und Pflegeheims Johanniterheim Velbert. Dieses Heim war die erste stationäre Einrichtung der Johanniter-Unfall-Hilfe. Als Leiterin war sie für die Organisation des Pflegedienstes und die wirtschaftliche Leitung des Heims verantwortlich. Weit über das übliche Anforderungsprofil einer Heim- und Pflegedienstleiterin hinaus beschäftigte sie sich intensiv mit jedem Bewohner des Heims. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit alten Menschen und ihrer ständigen Fortbildung in Fragen der Behandlung altersbedingter Krankheiten gelang es ihr rasch das Vertrauen der Seniorinnen und Senioren zu gewinnen. Dazu führte sie vor allem außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit viele Gespräche, in denen sie sich mit den Ängsten und Nöten der Heimbewohner vertraut machte und sie wirkungsvoll beriet. Dadurch motivierte sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heims ihr nachzueifern, so dass das Alten- und Pflegeheim in Velbert einen vorbildlichen Ruf erwarb. Ihre Führung- und Pflegearbeit fand so große Anerkennung. dass sie rasch zu einer gefragten Beraterin anderer Heimleitungen wurde. Dem Landesverband der Johanniter-Unfallhilfe NRW stand sie in Fragen der Investitions-Beratung sowie in der Aus- und Fortbildung von Pflegekräften helfend zur Verfugung.

1992 war Frau Butte als Delegierte des Zehlendorfer Verbandes Mitgründerin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAFA). Der Zehlendorfer Verband, den sie als Delegierte vertrat, war 1916 aus der Fusion des Vereins zur Sicherstellung diakonischer Leistungen mit ähnlich organisierten Schwesternschaften als Zehlendorfer Konferenz hervorgegangen und wurde 1933 in Zehlendorfer Verband umbenannt. Die EAFA ist der Dachverband der Altenarbeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dort arbeitete sie bis zu ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst maßgeblich an der Entwicklung von Konzepten für eine zeitgemäße Altersarbeit mit. Auch im Ruhestand arbeitet Frau Butte noch in der Johanniter-Hilfsgemeinschaft und der Johanniter-Schwesternschaft mit. Hier steht sie Bedürftigen mit Rat und Tat zur Seite. 1980 ehrte die Johanniter-Unfall-Hilfe Frau Budde mit ihrer höchsten Auszeichnung, der Ehrennadel. 1999 erhielt sie vom Diakonischen Werk das Kronenkreuz in Gold für ihre Verdienste um die Diakonie.


 
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