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Zahl der Arbeitslosen in Radevormwald sinkt weiter
Donnerstag, 28. August 2008
Zahl der Arbeitslosen in Radevormwald sinkt weiter
Arbeitsagentur
Mit 746 Arbeitslosen wurde der Stand der Arbeitslosigkeit in Radevormwald vom Juli um 17 oder 2.2 Prozent unterschritten und der vom Vorjahr um 242 oder 24,5 Prozent. „Der Arbeitsmarkt erweist sich robuster, als es die jüngsten Meldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung erwarten ließen“, kommentiert Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

„Die Arbeitslosigkeit entspricht nunmehr nahezu dem Niveau des >>Nachwendebooms<< Anfang der neunziger Jahre, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass damals die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger weitestgehend nicht als Arbeitslose erfasst waren“. Nach 4.709 Zugängen und 5.654 Abmeldungen sank die Zahl der Arbeitslosen zwischen Juli und August um 990 oder 3,7 Prozent auf 26.070. Diese Abnahmerate liegt teilweise recht deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Im Vergleich zum August 2007 ging die Arbeitslosenzahl um 3.937 oder 13,1 Prozent zurück. Neben der Aufnahme von Erwerbstätigkeiten führten auch betriebliche Ausbildungsverhältnisse, Trainingsmaßnahmen für Arbeitslose und konsequente Sanktionsmaßnahmen bei Fehlverhalten zu dieser Entwicklung. Im Zuge dieser Entwicklung, die sich über alle Altersgruppen erstreckte, sank die Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent im Vormonat auf nunmehr 7,1 Prozent; vor einem Jahr betrug sie noch 8,2 Prozent. Von den 26.070 Arbeitslosen gehörten 8.630 zu den Kunden der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach und 17.440 zu denen der Job-Center der drei Arbeitsgemeinschaften. Leichte Rückgänge im regionalen Stellenangebot wurden weitestgehend durch die Arbeitskräftenachfrage eines Großhandelsunternehmens im rheinisch-bergischen Kreis kompensiert. Im August boten die hiesigen Betriebe in 2.157 Fällen eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sie suchten insbesondere Elektroinstallateure, Schweißer, Schlosser, Bürofachkräfte, Kindergärtnerinnen, Versandkräfte, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Lagerkräfte, Altenpfleger und Kraftfahrer. Mehr als 80 Prozent der Stellen boten eine Dauerbeschäftigung. „Die Daten über das Stellenangebot weisen auf eine insgesamt noch stabile Nachfragesituation hin, die noch nicht von negativen konjunkturellen Einflüssen eingetrübt ist. Der Arbeitsmarkt reagiert ohnehin verzögert auf konjunkturelle Schwankungen und einschlägige Prognosen deuten eher auf eine langsame Abschwächung hin. Der Arbeitsmarkt ist insgesamt flexibler geworden. Bei Überkapazitäten werden in einem ersten Schritt Überstunden reduziert und Arbeitszeitguthaben abgebaut. Erst dann werden die Verträge mit Zeitarbeitsunternehmen gekündigt bzw. die Verträge mit befristet Beschäftigten nicht verlängert. Auch in einer abgeschwächten Konjunkturphase bleibt der Bedarf an Fachkräften hoch. Unternehmen können gerade bei den qualifizierten Beschäftigten nicht schlanker werden, da ihnen sonst die Fachkräfte im folgenden Aufschwung fehlen; dies insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung“, so Martin Klebe. Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im Bezirk der Agentur für Arbeit Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. In 2.352 Fällen wurde eine abhängige und selbständige Tätigkeit gefördert, in weiteren 1.222 Fällen eine Qualifizierung und in 1.186 Fällen eine Arbeitsgelegenheit. Der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit verlief in den drei Kreisen relativ gleichmäßig, bezogen auf die einzelnen Kommunen zeigte sich jedoch eine große Bandbreite von -8,9 Prozent in Odenthal bis zu +1,7 Prozent in Marienheide. Überdurchschnittliche Rückgänge ergaben sich auch in Wermelskirchen (-7,4 Prozent), Hückeswagen (-7,0 Prozent), Gummersbach (-6,4 Prozent) und Wipperfürth (-6,2 Prozent). 9.610 Männer und Frauen waren im August 2008 im Rheinisch-Bergischen Kreis arbeitslos, 381 oder 3,8 Prozent weniger als im Juli und 1.567 oder 14,0 Prozent weniger als im August 2007. Der Beginn schulischer und betrieblicher Ausbildungsverhältnisse trug dazu bei, dass die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen um 78 oder 7,3 Prozent auf 988 sank. Die nächste Welle der Ausbildungen beginnt im September, insofern ist bei den Jugendlichen ein weiterer Rückgang zu erwarten. Der überwiegende Teil der Abnahme erfolgte aber bei anderen Altersgruppen. 3.117 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Agentur für Arbeit und 6.493 zu denen der Kooperationsgemeinschaft Arbeit & Soziales (K-A-S). Die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet trägt nun eine Sechs vor dem Komma; sie sank von 8,0 Prozent im Vorjahr über 7,2 Prozent im Vormonat auf nunmehr 6,9 Prozent. Das Stellenangebot für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg in den letzten vier Wochen um 45 oder 7,6 Prozent auf 641. Ein größerer Vermittlungsauftrag eines Großhandelsunternehmens sorgte für diese Entwicklung. Die Betriebe im Kreisgebiet suchten insbesondere Elektroinstallateure, Schweißer, Schlosser, Bürofachkräfte, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Versandkräfte und Kindergärtnerinnen. Nicht immer stehen den Anforderungen der Betriebe entsprechende Fachkräfte gegenüber, so dass einzelne Stellen auch längere Zeit vakant bleiben. „Neben der betriebliche Berufsausbildung sollten Personalverantwortliche auch die Qualifizierung geeigneter Mitarbeiter/innen erwägen“, rät Martin Klebe.

Im Hauptagenturbezirk Bergisch Gladbach (einschließlich Odenthal, Kürten, Overath und Rösrath) sank die Arbeitslosigkeit im August um 266 oder 3,6 Prozent auf 7.063 und lag damit um 995 oder 12,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr. 2.244 Arbeitslose zählten zum Kundenkreis der Agentur für Arbeit und 4.819 zu denen der K-A-S. Die Arbeitslosenquote ging von 8,2 Prozent im Vorjahr über 7,5 Prozent im Vormonat auf nunmehr 7,3 Prozent zurück. Bei 445 Stellen, die im August noch unbesetzt waren, wurde eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten, 37 oder 9,1 Prozent mehr als im Juli. Gesucht wurden vor allem Versandkräfte, Lagerkräfte, Kindergärtnerinnen, Elektroinstallateure, Bürofachkräfte, Krankenschwestern, Groß- und Einzelhandelskaufleute und Friseure. Zwischen Leichlingen und Wermelskirchen ging die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um 115 oder 4,3 Prozent auf 2.547 zurück, der Vorjahresstand wurde damit um 572 oder 18,3 Prozent unterschritten. Auch hier führten mehr Arbeitsaufnahmen, der Beginn von betrieblichen oder schulischen Ausbildungen oder Bildungsmaßnahmen zu diesem Rückgang. 873 Arbeitslose zählten zum Kundenkreis der Geschäftsstelle der Agentur in Wermelskirchen und 1.674 zu denen der Job-Center der K-A-S. Die Arbeitslosenquote betrug 6,0 Prozent nach 6,3 Prozent im Juli und 7,4 Prozent im August 2007. Die Betriebe im Nordkreis boten 196 Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Sie suchten vor allem Bürofachkräfte, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Zerspanungsmechaniker und Elektroinstallateure. Die Zahl arbeitsloser Männer und Frauen sank im Oberbergischen Kreis im August um 320 oder 3,5 Prozent auf 8.814, der Vorjahresstand wurde dabei um 1.418 oder 13,9 Prozent unterboten. Die Ursachen dieser Entwicklung unterschieden sich im Oberbergischen Kreis nicht von denen anderer Kreise. 3.218 Arbeitslose hatten ihre Ansprechpartner in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit, 5.596 Männer und Frauen zählten hingegen zum Klientel der Arge Oberberg. Die Arbeitslosenquote sank von 7,1 Prozent im Vorjahr über 6,3 Prozent im Vormonat auf nunmehr 6,1 Prozent. In den oberbergischen Betrieben waren 931 Stellen unbesetzt, insbesondere suchten sie Schweißer, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Schlosser, Elektroinstallateure, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Kunststoffverarbeiter, Bürofachkräfte und Maler und Lackierer im Ausbaugewerbe. Auch im Geschäftsstellenbezirk Gummersbach sank die Arbeitslosigkeit entsprechend der Gesamtentwicklung im Bergischen Land: Mit 4.689 arbeitslosen Männern und Frauen wurde im August der Stand vom Juli um 186 oder 3,8 Prozent unterschritten und der vom August des Vorjahres um 645 oder 12,1 Prozent. Zum Kundenkreis der Geschäftsstelle der Agentur zählten 1.691 Arbeitslose und 2.998 gehörten zu denen der Arge Oberberg. Die Städte Bergneustadt und Gummersbach wiesen auch im August eine überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit aus, im Gegensatz zu Kommunen wie Lindlar, Wiehl und Marienheide. Die Arbeitslosenquote im Geschäftsstellenbezirk Gummersbach sank von 6,8 Prozent im Vorjahr über 6,3 Prozent im Vormonat auf nunmehr 6,0 Prozent. Seitens der Betriebe wurden in der Kreismitte 475 Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten: Sie bezogen sich insbesondere auf Schweißer, Bürofachkräfte, Schlosser, Elektroinstallateure, Metallarbeiter, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Lagerverwalter und Friseure.

Im Geschäftsstellenbezirk Waldbröl war die Entwicklung der Arbeitslosigkeit etwas verhaltener als im übrigen Kreisgebiet, denn die Zahl der Arbeitslosen sank im August nur um 44 oder 1,9 Prozent auf 2.325. Der Vorjahresstand wurde um 280 oder 10,7 Prozent unterschritten. 850 Männer und Frauen zählten dabei zu den Kunden der Geschäftsstelle der Agentur und 1.475 zu denen der Arge Oberberg. Die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent nach 7,1 Prozent im Juli und 7,8 Prozent im August 2007. Die Betriebe im Südkreis boten 161 Stellen an und suchten dabei vor allem Kunststoffverarbeiter, Elektroinstallateure, Schweißer, Maler und Rohinstallateure. Das Städtedreieck im Nordkreis erlebte in den letzten vier Wochen einen etwas überdurchschnittlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 90 oder 4,8 Prozent auf 1.800. Die Hälfte dieser Abnahme entfiel auf das Stadtgebiet Wipperfürth. Auch der Vergleich zum Vorjahr fiel mit -493 oder -21,5 Prozent überdurchschnittlich aus. Von den 1.800 arbeitslosen Männern und Frauen gehörten 677 zu den Kunden der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Wipperfürth und 1.123 zu denen der Arge- Standorte im Kreisnorden. Die Arbeitslosenquote sank in den letzten zwölf Monaten von 7,0 Prozent über 5,8 Prozent im Juli auf nunmehr 5,5 Prozent. Die Betriebe zwischen Radevormwald und Wipperfürth boten für 295 Stellen eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die meistgesuchten Berufe entfielen dabei auf Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Schlosser, Schweißer, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Metallschleifer, Elektroinstallateure und Maschinenbautechniker.



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