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Mittwoch, 3. September 2008 |
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Ab sofort setzen die Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen so genannte Schockvideos der Polizei in ihrem Unterricht ein.
"Wir bauen damit die erfolgreiche Arbeit mit diesen Spots weiter systematisch aus und setzen in der Unfallvorbeugung weiter auf die bewährten Partner", sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (3. September) in Köln. Gemeinsam mit den Fahrschulen wirke die Polizei mit den erprobten Schockvideos schon früh auf das Verkehrsverhalten der Fahranfänger ein. "Die Clips rütteln wach und führen gefährliches Verhalten drastisch vor Augen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", erklärte Wolf. Der Gurtverweigerer, dessen Kopf bei einem Aufprall gegen die Windschutzscheibe schmettert; vor Schmerzen schreiende Fahrzeuginsassen in einem Autowrack nach einem Frontalzusammenstoß als Folge eines riskanten Überholmanövers; der nach einem Motorradunfall querschnittsgelähmte junge Mann, der von seiner Frau gefüttert werden muss oder das von einem Raser überfahrene Kind, das am Straßenrand verblutet. Solche und ähnliche Bilder zeigen die seit mehr als einem Jahr von der Polizei bei Informationsveranstaltungen und Verkehrskontrollen eingesetzten Schockvideos. "Sie werden vor allem dort eingesetzt, wo schwere Unfälle geschehen. Die Erfahrungen machen deutlich, dass selbst rücksichtslose Autofahrer betroffen waren, als sie die Filme gesehen hatten", sagte Wolf. "Die jungen Menschen in den Fahrschulen lernen über die Schockvideos, lebensgefährliche Situationen realistisch einzuschätzen. Deshalb ist es richtig, dass die geschulten Fahrlehrer die Filme nutzen." Junge Fahranfänger sind nach wie vor eine Problemgruppe im Straßenverkehr. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres starben 59 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Im gesamten Jahr 2007 kamen 136 junge Erwachsene auf nordrhein-westfälischen Straßen ums Leben. "Fahranfänger überschätzen sich häufig und fahren deshalb risikobereiter und schneller. Das führt oft zu Unfällen mit Toten und Schwerverletzten", erläuterte der Minister. "Mit den Videos kann der Fahrlehrer schon im Fahrschulunterricht den jungen Leuten wirklichkeitsnah klar machen, welche dramatischen Folgen Rasen oder Nichtangurten haben kann. Das ist ein heilsamer Schock."
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