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Feindbild Islam in Radevormwald |
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Donnerstag, 4. September 2008 |
Ein Pro ins Klo
Die Bergstadt Radevormwald bietet zum Thema "Feindbild Islam" eine Handvoll rechter Wirrköpfe, die im Islam nur eine bedrohliche Ideologie sehen und einen Aufhänger für Hetze und Rassismus.
Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus ibs veranstaltet am Samstag, 13. September 2008, zusammen mit der Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf und in Kooperation mit der Volkshochschule Köln eine Tagung zum Thema „Feindbild Islam – Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen.“Sie soll aktuelle Erscheinungsformen eines antiislamisch und populistisch ausgerichteten Rassismus beleuchten und den Umgang damit diskutieren.
Zugleich will das Symposium diese Phänomene in einen integrations- und gesamtpolitischen Kontext stellen und analysieren. Die Veranstalter bebsichtigen, eine sachliche und differenzierte Debatte um den Islam als Konfliktthema, kommunale Integrationspolitik und die rechtspopulistische Instrumentalisierung sensibler „Angstthemen“ anzustoßen oder fortzusetzen. Anlass ist der „Anti-Islamisierungskongress“, den europäische Rechtsaußenparteien im September in Köln unter propagandistischen Vorzeichen abhalten wollen. Die extreme Rechte hat – über die Landesgrenzen hinweg – das Angstthema Islamismus als Projektionsfolie zur propagandistischen Popularisierung ihres Rassismus gewählt. Damit kanalisiert sie die vorherrschende emotionalisierte Auseinandersetzung um die Themen „Islam“ und „Integration“ nach Rechtsaußen. Bei der Frage nach einer adäquaten Auseinandersetzung und geeigneten demokratischen Gegenstrategien zeigt sich vielerorts Unkenntnis und Hilflosigkeit mit diesen Phänomenen. Die Tagung beginnt mit zwei Einleitungsvorträgen zu den Entwicklungen im Rechtspopulismus und dem „Konfliktthema Islam“. Daran schließen sich drei Arbeitsgruppen mit jeweils drei Referentinnen und Referenten an: „Rechtsextremismus und Rechtspopulismus“, „Moscheebau und kommunale Auseinandersetzung um Integration“ und „Kulturalisierung der Zuwanderungsfrage“. Mit einer Podiumsdiskussion zur Frage: „Wie umgehen mit rechtspopulistischen Anti-Islamkampagnen?“ schließt das Symposium. Teilnehmen werden unter anderem der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer, die Sozialwissenschaftlerin Prof. Karin Priester, der Erziehungswissenschaftler Prof. Micha Brumlik, der Theologe Prof. Thomas Naumann, der Politikwissenschaftler Dr. Kemal Bozay, die Literaturwissenschaftlerin Prof. Sabine Kebir, der Soziologe Prof. Erol Yildiz und der österreichische Autor Robert Misik. Die Tagung beginnt am Samstag, 13. September 2008, um 10 Uhr in der VHS Köln, Studienhaus am Neumarkt. Eingeladen sind alle, die am Thema interessiert sind. Die Teilnahme kostet nichts, es fällt lediglich ein Unkostenbeitrag für die Verpflegung an. Eine schriftliche Anmeldung ist unter
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