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Traditionelle Chinesische Medizin am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald gegen ADHS |
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Sonntag, 7. September 2008 |
TCM in Radevormwald
Kinder, die kaum ruhig sitzen können, sich nicht auf eine Sache konzentrieren und beim Spielen keine Ausdauer haben, werden nicht nur in Radevormwald oft als „schwierig“ und „anstrengend“ empfunden.
Doch so mancher „Zappelphillip“ leidet an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – einer Krankheit, die sich auch mit den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin sehr gut behandeln lässt.
Unter der Servicenummer 02195/600-230 können sich Betroffene über Behandlungsmöglichkeiten informieren. Schätzungen zufolge leiden bis zu acht Prozent der Kinder in Deutschland unter ADHS, etwa zwei Prozent davon schwer. Diese Kinder fallen heute oft stärker auf als in der Vergangenheit. „Das liegt auch daran, dass das alltägliche Leben heute viel mehr Freiheit und Vielfalt bietet“, weiß Christian Kuhlmann, Chefarzt der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald. Was für gesunde Menschen ein echter Mehrwert ist, macht ADHS-Betroffenen oft schwer zu schaffen. Denn sie haben große Probleme, sich selbst zu organisieren. Grund dafür ist aus schulmedizinischer Sicht ein Mangel des körpereigenen Botenstoffs „Dopamin“, der für die Weiterleitung der Nervenimpulse unentbehrlich ist. Die Schulmedizin ersetzt diesen Botenstoff durch die Gabe von Medikamenten wie Ritalin oder Medikinet – mit Erfolg. Einziges Problem dabei: Gänzlich heilen können diese Medikamente ADHS nicht. „Gerade weil Eltern und auch Kinder zudem oft unter den Nebenwirkungen der Pillen leiden, setzen immer mehr Betroffene inzwischen auch auf alternative Heilmethoden“, sagt Christian Kuhlmann.
Nicht ohne Grund, verzeichnet doch die Traditionelle Chinesische Medizin in der Behandlung hyperaktiver Kinder beachtliche Erfolge. Ein Grund dafür ist aus Sicht des Chefarztes die ganzheitliche Betrachtungsweise der Behandlungsmethode: „Der chinesische Mediziner behandelt nicht den Dopamin-Mangel, sondern die Dysbalance zwischen den Energien Yin und Yang.“ Nach chinesischer Diagnose entsteht ADHS durch eine Überaktivität der Yang-Energie, insbesondere des so genannten Herzyangs. „Da das Herz in der TCM für den Geist verantwortlich ist, schlägt sich der Energieüberschuss in Konzentrationsschwächen und Unruhe nieder“, so Kuhlmann. Akupunktur, Kräutertherapie und Tuina-Massagen sorgen dafür, dass Yin und Yang wieder ausgeglichen werden, indem das Yang besänftigt und das Yin gestärkt wird. „Das Herz als Sitz des Geistes wird beruhigt und damit die mentale Überaktivität gemildert“, verdeutlicht der TCM-Experte, der in der Behandlung von Hyperaktivität die Eltern ebenfalls in die Pflicht nimmt: „Ein harmonisches soziales und familiäres Umfeld ist für den Therapieerfolg von enormer Bedeutung.“
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