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Haushaltsplan von Radevormwald fehlt Perspektive
Freitag, den 20. März 2009 um 16:47 Uhr
Matthias Buckesfeld
Matthias Buckesfeld
CDU Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Radevormwald, Matthias Buckesfeld, warnt, dass dem aktuellen Haushaltsplan jegliche strategische Perspektive fehle, um den –im übertragenen Sinne- „Gang zum Insolvenzverwalter“ doch noch abwenden zu können. Bürgermeister Dr. Josef Korsten (SPD) hätte mit dem Haushaltsplan-Entwurf 2009 einschließlich der so genannten „Eröffnungsbilanz“ der Stadt Radevormwald ein weiteres, beredtes Beispiel für seine finanzpolitische Rat- und Konzeptlosigkeit geliefert.

„Bei der intensiven Analyse des Haushaltsplan-Entwurfs müssen sich dem Praktiker die Haare sträuben. Bedingt durch eine Reihe von durchaus leicht erkennbaren handwerklichen Fehlern werden dem Bürger in den nächsten Jahren Folgelasten zugemutet, die bei sorgfältigerer Erarbeitung, insbesondere aber auch durch einen frühzeitigen Dialog mit dem Rat zum Teil durchaus hätten vermieden werden können, so CDU-Bürgermeisterkandidat Matthias Buckesfeld. Die bereits heute ausgesprochen engen kommunalen Handlungsspielräume werden dadurch zusätzlich eingeschränkt, vermeidbare Leistungsreduzierungen sind damit eher sicher als wahrscheinlich. Leider hat der SPD-Bürgermeister die große Chance verpasst, mit der Einführung des landesweiten Neuen Kommunalen Finanzmanagements die gewünschte Klarheit und Wahrheit des Radevormwalder Finanzwesens herbeizuführen. Der CDU-Bürgermeisterkandidat erläutert, dass beispielsweise ein engagierteres und frühzeitigeres Vorgehen bei der Aufstellung der Eröffnungsbilanz der Stadt -aufgrund der Berechnungsgrundsätze- zusätzlich ca. 500.000,- € Rücklage hätte verschaffen können. Er fragt weiter: Was hat der Bürgermeister getan, um die Abschreibungen auf kommunale Straßen und Gebäude einerseits hoch genug festzulegen um zukünftig vernünftig und substanzerhaltend wirtschaften zu können und gleichzeitig zu verhindern, dass zu hohe Abschreibungen den Haushalt dauerhaft über Gebühr belasten ? Durch eine geschickte Finanzplanung ließe sich der städtische Haushalt hier nach meiner Einschätzung um 120.000,- € entlasten –Jahr für Jahr.

Warum verzichtet der Bürgermeister auf die legale und zweckmäßige Möglichkeit, sogenannte stille Reserven im Haushalt vorzusehen – möglich wären nach meiner Schätzung mindestens 1 Mio. €.. Desweiteren sieht der Haushaltsentwurf für die nächsten 5 Jahre Kostensteigerungen für Versorgungsmedien, insbesondere Energie um 60 % auf 1,6 Mio. € jährlich vor. Die vorstehenden Beispiele sind nur einige wenige aus dem aktuellen Haushaltsentwurf. Dem Haushaltsplan ist auch hier nicht zu entnehmen, so Buckesfeld, wie diesem Trend systematisch und nachvollziehbar –durch engagierte Konzepte- entgegengetreten werden soll. Dem Bürger hilft dabei die Ankündigung des SPD-Bürgermeisters nichts, so kritisiert Buckesfeld weiter, dass der Haushaltsausgleich aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Zielsetzung ist, der Ausgleich aber bis 2012 und somit für weitere 5 Jahre faktisch ausgeschlossen wird.. Stattdessen, so betont Matthias Buckesfeld, ist beabsichtigt, das städtische Eigenkapital, gleichsam das Vermögen der Stadt systematisch bis 2012 um mehr als die Hälfte zur Deckung der jährlichen Haushaltslücken abzubauen. Desweiteren sei beabsichtigt, eine globale Haushaltssperre in Höhe von 20 % für alle Haushaltsbereiche zu verhängen. Matthias Buckesfeld fragt: Warum wird das bereits in der Vergangenheit wenig erfolgreiche Gießkannenprinzip angewendet um zu sparen, statt systematisch, gezielt und begründet nach Einsparpotentialen zu suchen, Prioritäten zu setzen und die Kosten dauerhaft zu senken ? All diese Möglichkeiten als Bilanzkosmetik und die demokratische Mehrheit gegen diesen Entwurf als Wahltaktik zu bezeichnen offenbart die Ahnungs-losigkeit des Bürgermeisters in Haushaltsfragen, so Buckesfeld. Stattdessen sei es offenbar genau die Taktik des Bürgermeisters, mit dem Haushalt 2009 über die Runden zu kommen und sich eben nicht nachhaltig mit den erheblichen Finanzproblemen der Stadt auseinanderzusetzen.

Es bliebe dem Bürgermeister unbenommen, kurzfristig, sachlich und finanzpolitisch weitsichtig den Haushalt zu überarbeiten um sodann eine Mehrheit zu finden – aufgeschoben ist nicht aufgehoben so Buckesfeld. Die Stadt Radevormwald ziehe sich durch diese Haushaltspolitik den Boden unter den Füßen weg, um die anstehenden Zukunftsaufgaben bewältigen zu können, so Buckesfeld weiter. Eine Perspektive, diesem Trend durch eine fundierte Haushaltspolitik wenigstens teilweise entgegenzuwirken sei nicht erkennbar. Im Interesse der Bürger der Stadt Radevormwald kann der Haushaltsentwurf des Bürgermeisters keinesfalls sein."

Matthias Buckesfeld


  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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