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Der Personalbedarf der oberbergischen Wirtschaft lässt spürbar nach: Wurden im März 2008 noch 332 Stellen zur Besetzung gemeldet, so waren es im Februar 2009 noch 229 und im aktuellen Monat gerade mal 189. Zum Monatsabschluss waren bei 528 Stellen die Einstellungsentscheidungen noch nicht abgeschlossen, ein Jahr zuvor galt dies für 671 Stellen. Gesucht wurden vor allem Sozialarbeiter bzw. Sozialpfleger, Elektroinstallateure, Krankenpflegekräfte, Schweißer, Friseure, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Schlosser und Installateure. Von den 528 Stellen wurden 182 durch Zeitarbeitsunternehmen angeboten. Diese Unternehmen boten im März mit 66 neuen Stellen nur halb so viel zusätzlich an wie vor einem Jahr (128). In der Kreismitte, dem Geschäftsstellenbezirk Gummersbach, stieg die Arbeitslosenzahl in den letzten vier Wochen um 157 oder 2,8 Prozent auf 5.817 und übertraf damit den Vorjahresstand um 713 oder 14,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,5 Prozent im Vorjahr über 7,3 Prozent im Vormonat auf nunmehr 7,5 Prozent. 2.855 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Agenturgeschäftsstelle, 111 oder 4,0 Prozent mehr als im Februar und 953 oder 50,1 Prozent mehr als im März 2008. Die ARGE Oberberg zählte in dieser Region 2.962 Arbeitslose, 46 oder 1,6 Prozent mehr als im Februar, aber 240 oder 7,5 Prozent weniger als im März 2008. Im abgelaufenen Mo-nat wurden vor allem Kraftfahrer, Raumpfleger, Produktionshelfer, Verkaufshilfen, Kochhelfer und Schweißer entlassen. Die Betriebe in der Kreismitte boten 268 Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Sie suchten insbesondere Sozialarbeiter bzw. pfleger, Friseure, Elektroinstallateure, Krankenpflegekräfte, Maschinenbauingenieure und Bürofachkräfte. Für den Geschäftsstellenbezirk Waldbröl ergab sich im März nur eine leichte Zu-nahme der Arbeitslosigkeit um 9 oder 0,3 Prozent auf 2.733; damit wurde der Vorjahresstand um 303 oder 12,5 Prozent überschritten. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,2 Prozent im Vorjahr über 8,1 Prozent im Vormonat auf nunmehr 8,2 Prozent. 1.230 Arbeitslose zählten zum Klientel der Agentur für Arbeit, ihre Zahl lag um 37,7 Prozent über dem Stand vom März 2008. 1.503 zählten zu den Kunden der Job-Center, dies waren noch 34 oder 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Während es einerseits u. a. mehr arbeitslose Hilfsarbeiter, Kfz-Instandsetzer und Schlosser gab, ging andererseits die Arbeitslosigkeit bei Restaurantfachleuten, Bürofachkräften, Friseuren und Erzieherinnen zurück. Im Südkreis boten die Betriebe 103 Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an. Gesucht wurden insbesondere Elektroinstallateure, Han-delsvertreter, Schweißer, Maurer, Friseure und Zerspanungsmechaniker Drehtechnik. Allein 32 Stellen wurden über Zeitarbeitsunternehmen angeboten. Das Städtedreieck im Nordkreis (Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth) erlebte im März den deutlichsten Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit in der Region: Sie stieg um 100 oder 4,7 Prozent auf 2.237 und lag damit um 139 oder 6,6 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent nach 6,5 Prozent im Februar und 6,4 Prozent im März 2008. Von 2.237 Arbeitslosen gehörten 1.022 zu den Kunden der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Wipperfürth, ihre Zahl fiel um 176 oder 20,8 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Weitere 1.215 wurden durch die Job-Center der ARGE Oberberg betreut, 37 oder 3,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Die größten Zuwächse verzeichneten im März die Hilfsarbeiter, Maschinisten, Bürofachkräfte, Versandkräfte, Verkaufspersonal und verschiedene berufsspezifische Helfer. Die Betriebe zwischen Wipperfürth und Radevormwald boten 157 freie Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an, dabei suchten sie insbesondere Sozialarbeiter und –pfleger, Krankenpflegekräfte, Metallschleifer, Schlosser, Gärtner und Zerspanungsmechaniker Drehtechnik. Ein gutes Drittel dieser Stellen wurde von Zeitarbeitsunternehmen angeboten. Im Laufe des Monats wurden nur 43 neue Stellen angeboten nach 57 im Februar und 104 im März 2008. Der Rheinisch-Bergische Kreis erlebte auch im März einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeit. Nach 721 Arbeitsplatzverlusten und 459 Arbeits-aufnahmen stieg die Zahl der Arbeitslosen um 182 oder 1,9 Prozent auf 9.854 und blieb damit noch um 490 oder 4,7 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Dabei war die Entwicklung im Nordkreis ausgeprägter als im Altteil des Kreises. Die Arbeitslosenquote stieg im Kreisgebiet innerhalb von vier Wochen von 6,9 Prozent auf 7,1 Prozent, vor einem Jahr betrug sie noch 7,4 Prozent. Besonders häufig wurden Helfer aus dem Logistik-, Verkaufs- und Bürobereich sowie Kraftfahrer arbeitslos. Von 9.854 Arbeitslosen zählten 3.766 zu den Kunden der Agentur für Arbeit und 6.088 zu denen der Kooperationsgemeinschaft Arbeit und Soziales von Kreis und Arbeitsagentur. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen bei der Agentur um 116 oder 3,2 Prozent gestiegen und bei der K-A-S um 606 oder 9,1 Prozent gesunken. Die meisten Arbeitnehmer/innen, die in den letzten Monaten ihre Arbeitsplätze verloren, haben einen Anspruch auf die Versicherungsleistung des Arbeitslosengeldes I, daher hat sich der Kundenkreis der Agentur ausgedehnt. Im Laufe des Monats hatten die hiesigen Betriebe Vermittlungsaufträge für 207 Stellen in einer normalen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung erteilt, ein Jahr zuvor waren es noch 325. Nach 305 Stellenbesetzungen oder –stornierungen blieben im März noch 454 Stellen unbesetzt, 97 weniger als einen Monat zuvor. Insbesondere suchten die rheinisch-bergischen Betriebe Sozialarbeiter bzw. –pfleger, Bürofachkräfte, Verkäufer, Elektroinstallateure, Sprechstundenhilfen, Krankenpflegekräfte und Kellner. Zeitarbeitsunternehmen spielen beim aktuellen Stellenangebot eine deutlich geringere Rolle (17 Prozent) als z. B. im Oberbergischen Kreis mit einem Anteil von über 34 Prozent. In Bergisch Gladbach und den angrenzenden rheinisch-bergischen Kommunen blieb ebenso eine Frühjahrsbelebung aus wie in anderen Regionen des Bergischen Landes. Nach 492 Arbeitsplatzverlusten und 346 Einstellungen von Arbeitslosen stieg ihre Zahl im März um 89 oder 1,2 Prozent auf 7.147 und unterschritt den Vorjahresstand um 382 oder 5,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 8,1 Prozent nach 8,0 Prozent im Februar und 8,5 Prozent im Vorjahr. Der Kundenkreis der Agentur für Arbeit umfasst mit seinen 2.680 Arbeitslosen nicht nur 314 oder 2,9 Prozent mehr als vor vier Wochen, sondern auch 48 oder 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Diese Entwicklung ist deutlich verhaltener als im benachbarten Oberbergischen Kreis, dort wuchs diese Kundengruppe im Raum Gummersbach um 50 Prozent. 4.467 Arbeitslose im Bezirk der Hauptagentur zählten zu den Kunden der K-A-S; ihre Zahl lag nur um 6 oder 0,1 Prozent über dem Februarstand und um 430 oder 8,8 Prozent unter dem vom März 2008. Auch im Altteil des Rheinisch-Bergischen Kreis ging das Stellenangebot zurück; dies lag jedoch an abgeschlossenen Besetzungsverfahren in einem Großhandelsbetrieb. Im März suchten die Betriebe noch für 343 Stellen in einer normalen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung passendes Personal (420 im Februar, 371 im März 2008). Es handelte sich vor allem um Sozialarbeiter bzw. –pfleger, Kindergärtnerin-nen, Bürofachkräfte, Verkäufer, Krankenpflegekräfte, Sprechstundenhilfen und Friseure. In den drei Nordkreisstädten (Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen) stieg die Arbeitslosenzahl relativ stärker als im übrigen Kreisgebiet, sie blieb jedoch auch hier unter dem Vorjahresstand. Nach 229 Entlassungen bzw. Kündigungen und 113 Einstellungen überschritt die Zahl der Arbeitslosen mit 2.707 den Vormonatsstand um 96 oder 3,7 Prozent und blieb dabei um 108 oder 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg erfolgte vor allem in der Stadt Wermelskirchen. Die Arbeitslosenquote veränderte sich im Zuge dieser Entwicklung von 6,6 Prozent im Vorjahr über 6,2 Prozent im Vormonat auf nunmehr 6,4 Prozent. 1.086 Arbeitslose wurde durch die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Wermelskirchen betreut und 1.621 durch die drei Standorte der K-A-S. Mehr Arbeitslose gab es insbesondere bei Helfern im Lagerbereich, Bürofachkräften, Raumpflegekräften, Hilfsarbeitern und Buchhaltern. Bei der Agentur für Arbeit wurden 111 unbesetzte Stellen von Betrieben aus dem Nordkreis geführt, im Februar waren es noch 131 und vor einem Jahr 220. Gesucht wurden insbesondere Bürofachkräfte, Sozialarbeiter bzw. –pfleger, Elektroinstallateure, Kellner und Sprechstundenhilfen. Die Entwicklung in der kreisfreien Stadt Leverkusen fiel im Vergleich zu den beiden Landkreisen deutlich abgeschwächter aus. Nicht nur die Zunahme der letzten vier Wochen um 103 oder 1,4 Prozent auf 7.622 war geringer, auch die Veränderung zum Vorjahr wich von dem allgemeinen Verlauf ab: So erstreckte sich der Rückgang um 506 oder 6,2 Prozent nicht nur auf die Kunden der Arbeitsgemeinschaft Leverkusen sondern auch auf die der Agentur für Arbeit. 2.428 arbeitslose Männer und Frauen, 10 oder 0,4 Prozent weniger als im Januar und 67 oder 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr, zählten zu den Kunden der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit; weitere 5.194 Arbeitslose wurden bei der AGL gezählt, 113 oder 2,2 Prozent mehr als im Vormonat, aber 439 oder 7,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug in der Chemiestadt 7,7 Prozent nach jeweils 7,6 Prozent im Vormonat und Vorjahr. Je nach Beruf gab es in den letzten vier Wochen steigende oder fallende Arbeitslosenzahlen, so gab es vor allem mehr arbeitslose Bürofachkräfte, Kochhelfer, Maschinisten, Helfer im Lagerbereich, Berufskraftfahrer und Restaurantfachleute. Anderseits gab es weniger arbeitslose Hilfsarbeiter ohne Berufsbindung, Erzieherinnen, Reinigungskräfte, Informationselektroniker, Industrie- und Einzelhandelskaufleu-te. Das Angebot an Stellen für eine normale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sank von 568 im Vorjahr über 293 im Vormonat auf nunmehr 283. Von Zeitarbeitsunternehmen stammten 75 Stellen, vor einem Jahr waren es noch 277. Gesucht werden aktuell vor allem Bürofachkräfte, Sozialarbeiter bzw. -pfleger, Friseure, Kellner, Kraftfahrer, Elektroinstallateure sowie Groß- und Einzelhandelskaufleute.
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