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ÖDP Bergisches Land: RWE soll Projekt beenden
Samstag, den 04. April 2009 um 08:45 Uhr
ÖDP Bergisches Land: RWE soll Projekt beenden"Wir fordern das an den Radevormwalder Stadtwerken beteiligte RWE auf, aus der Investition in das riskante Atomkraftwerk Belene in Bulgarien auszusteigen." Das sagt Felix Staratschek aus Radevormwald, Kreistags-, Landrats- und Bundestagskandidat der oberbergischen Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Aus diesem Anlass startet die ÖDP eine Postkartenkampagne unter dem Motto "Bye Bye Belene" an den Vorstandsvorsitzenden von RWE, Jürgen Großmann. RWE will rund zwei Milliarden Euro in den Neubau eines bulgarischen Atomkraftwerkes investieren. Die Gründe für die Aktion seien, so der ÖDP-Politiker, vor allem in der mangelnden Sicherheit des bulgarischen Atomkraftwerks zu finden. "In Belene soll eine völlig neue Technik erprobt werden, für die es weder ausreichende Tests im Vorfeld noch Sicherheitsanalysen gibt." Außerdem liege Belene in einem Erdbebengebiet, womit sich die Gefahr eines Unfalls erhöhe. Zudem kritisiert Staratschek, dass die zu erwartenden Atomabfälle nach Russland transportiert und dort eingelagert werden. "Russland deponiert Atommüll unter katastrophalen Bedingungen – rund um die Endlager sind Wasser und Böden weiträumig verstrahlt," führt der Politiker aus. Ein weiterer Kritikpunkt der Ökodemokraten sind die im Raum stehenden Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen. Menschenrechtsorganisationen berichteten, dass Atomgegner in Bulgarien von der russischen und bulgarischen Atomlobby massiv eingeschüchtert werden. "RWE darf sich nicht zum Handlanger der osteuropäischen Atomlobby machen lassen. Der Energiekonzern ist sonst mitverantwortlich, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden," begründet Staratschek sein Engagement. "In Radevormwald gibt es im Prinzip viele Kunden vom RWE, da dieses mit 49% an den Stadtwerken beteiligt ist. Wenn der Energiekonzern nicht bald seine Investition zurückzieht, hoffe ich, dass viele ihre Verträge kündigen und ihren Strom bei Anbietern bestellen, die nicht an der Förderung der Atomkraft beteiligt sind:," so Felix Staratschek abschließend. Protestpostkarten werden am Wochenende am Infostand in Radevormwald verteilt, wenn Felix Staratschek Unterschriften für seine Wahlzulassung in der Innenstadt sammelt. Wer Unterschrieben will kann aber auch seine Adresse telefonisch mitteilen, damit Felix Staratschek die Unterschriftenformulare vorbeibringen kann. Schritt eins der Wahlzulassung sei bereits geschafft. Für die Kreistagswahlkreise in Radevormwald lägen jeweils über 20 Unterschriften vor, womit die erstmalige Beteiligung der ÖDP an einer Kommunalwahl in Oberberg gesichert sei.

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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