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Mittwoch, den 22. April 2009 um 14:37 Uhr |
Energie sparen und somit Kosten senken – dies ist nicht nur für jeden Privathaushalt ratsam, sondern insbesondere für einen Großverbraucher wie den Wupperverband.
In 2008 verbrauchte der Verband an seinen verschiedenen Betriebsstandorten z. B. Klärwerken und Schlammverbrennung, Talsperren, Laboratorien, Hauptverwaltung – insgesamt rund 41,5 Mio. Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresbedarf von 9.200 VierPersonenHaushalten. Angesichts steigender Energiepreise ist eine wichtige Strategie des Verbandes, einerseits den Energieverbrauch zu senken und andererseits konsequent alle Möglichkeiten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Dabei spielt auch der Beitrag zur Senkung des CO2Ausstoßes eine wichtige Rolle. Zum bundesweiten „Tag der erneuerbaren Energie“ am 25. April zieht der Wupperverband Bilanz: In 2008 wurden beim Verband insgesamt rund 24,5 Mio. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Dabei entfielen 10 Mio. Kilowattstunden auf Strom aus Wasserkraft, 12 Mio. Kilowattstunden auf Strom aus Biogas, 2,5 Mio. Kilowattstunden auf Strom aus Dampfkraft und 46.000 Kilowattstunden auf Strom aus Photovoltaikanlagen. Die Stromerzeugung war beim Wupperverband in 2008 um ca. 2,5 Mio. Kilowattstunden niedriger als im Vorjahr, bedingt durch geringere Wassermengen einerseits und Modernisierungsmaßnahmen an den Wasserkraftanlagen andererseits. Gleichzeitig benötigte der Verband in 2008 insgesamt rund 1,5 Mio. Kilowattstunden Strom weniger zum Betrieb seiner Anlagen als in 2007. Um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter zu steigern, werden im Rahmen des Energiemanagements kontinuierlich Optimierungsmöglichkeiten geprüft und umgesetzt. Beispielsweise wurde durch eine Sanierung der Wasserkraftanlage an der Wupper im Klärwerk Buchenhofen vor zwei Jahren der elektrische Wirkungsgrad erhöht. Dadurch konnte die Leistung der Turbine um 20 Prozent gesteigert werden.
Der Wupperverband nutzt in sechs Klärwerken das bei der Klärschlammfaulung anfallende Biogas zur Strom und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW). Dadurch werden rund 43 Prozent des Strombedarfs dieser Klärwerke gedeckt. Um die Klärgasmenge zu steigern, möchte der Wupperverband zukünftig freie Kapazitäten in den Faulbehältern der Klärwerke Kohlfurth, Burg und Buchenhofen zur Mitbehandlung (CoVergärung) von z. B. hochorganischen Abwässern, Speiseresten oder Fettabscheiderinhalten nutzen. Mittelfristig soll durch die CoVergärung so viel Klärgas erzeugt werden, dass der Anteil von selbst erzeugtem Strom in diesen Klärwerken von jetzt 43 auf 60 Prozent gesteigert wird. Im März 2008 startete der Wupperverband im Klärwerk Kohlfurth einen Versuchsbetrieb zur CoVergärung. Nach positiven Ergebnissen soll dieser in 2009 abgeschlossen werden und dann in den Dauerbetrieb übergehen. Durch die gesteigerte Gasproduktion und die nachfolgende Umwandlung in elektrische Energie mittels eines BHKW war es zeitweise sogar möglich, das Klärwerk Kohlfurth ohne Fremdstrom und lediglich mit selbst erzeugtem Strom zu betreiben. Neue Photovoltaikanlage im Klärwerk Kohlfurth Mit der Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern von Betriebsgebäuden ist der Wupperverband in den vergangenen Jahren auch in die Nutzung der Sonnenenergie eingestiegen. Zwar ist die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen im Vergleich zur Wasserkraftnutzung oder Biogasverwertung deutlich geringer, doch auch diese Anlagen tragen dazu bei, insgesamt die Erzeugung von „grünem Strom“ zu steigern. Im Klärwerk Kohlfurth wurde im April eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Auf drei Dachflächen werden nun rund 34.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Der Strom wird virtuell in das Versorgungsnetz eingespeist. Das bedeutet, er wird auf der Kläranlage verbraucht, aber so vergütet, als würde er eingespeist. Auch für das Klärwerk Dhünn in Wermelskirchen ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Umsetzung ist für die zweite Jahreshälfte 2009 geplant.
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Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.