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Anti-Islamisierungs Kongress: 200 Teilnehmer und tausende Gegendemonstranten
Samstag, den 09. Mai 2009 um 17:35 Uhr
Anti-Islamisierungs Kongress: 200 Teilnehmer und tausende GegendemonstrantenTausende Gegendemonstranten entlarvten die großspurig angekündigten Kundgebungen im direkten Vergleich als mickriges Treffen. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich an dem seit Monaten bundesweit angekündigten Anti-Islamisierungs Kongress lediglich etwa 200 Teilnehmer. Oberbürgermeister Fritz Schramma hat in einer ersten Stellungnahme am Samstagnachmittag allen Beteiligten der friedlichen Gegendemonstrationen und den Sicherheitsbehörden ausdrücklich gedankt: Köln hat eine unmissverständliche und souveräne Antwort an alle rechtsextremen Scharfmacher gegeben, die glaubten, auf dem Rücken von Ausländern hier billigsten Wahlkampf machen zu können. Allein die geringe Zahl
"Köln hat eine unmissverständliche und souveräne Antwort an alle rechtsextremen Scharfmacher gegeben, die glaubten, auf den Rücken von Ausländern hier billigsten Wahlkampf machen zu können."
der von den Organisatoren des sogenannten „Anti-Islamisierungskongress" mühsam nach Köln gebrachten Kongressteilnehmer zeigt klar, dass Köln überhaupt kein Platz ist für ausländerfeindliche Hetze. Tausende friedliche Gegendemonstranten zeigten die realistischen Verhältnisse und entlarvten die großspurig angekündigten „Kundgebungen" der Kongressorganisatoren im direkten Vergleich als mickriges Treffen. Ich bedanke mich im Namen der Kölnerinnen und Kölner ausdrücklich bei allen beteiligten Politikern, den Gewerkschaften und Kirchen sowie allen demokratischen Kräften, die dazu beigetragen haben, den Ruf der Stadt Köln als weltoffene, liberale und friedliebende Metropole zu untermauern. Mein Dank gilt außerdem der Kölner Polizei mit Polizeipräsident Klaus Steffenhagen und seiner Führungscrew sowie Landes-Innenminister Ingo Wolf, die mit ihrer Einsatzstrategie maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Recht und Demokratie unangetastet blieben und weder von Rechtsextremen noch von autonomen Linksgruppierungen missbraucht werden konnten.

Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich an dem seit Monaten bundesweit angekündigte „Anti-Islamisierungskongress" rund 200 Teilnehmer. Bei den verschiedenen Gegendemonstrationen des heutigen Tages gab es mehrere tausend Teilnehmer. Oberbürgermeister Fritz Schramma hatte am Samstagmorgen die größte Gegendemonstration auf dem Heumarkt eröffnet. Als deutliches Signal für Völkerverständigung und friedliches Zusammenleben der Stadt Köln hat die Stadt Köln am Samstag auf dem Roncalliplatz vor dem Dom ein Fest mit verschiedenen Ständen zum heutigen Europatag (9. Mai) organisiert. Während der Eröffnung durch Oberbürgermeister Fritz Schramma kam es dabei zu einem kleinen Zwischenfall: Selbsternannte „Autonome Linke", die die „Abschaffung von Europa und Deutschland" propagierten, warfen Tomaten in Richtung Bühne. Es handelte sich dabei offenbar um eine äußerst schnittfeste Sorte europäischer Herkunft, denn ein Randtreffer hinterließ am Anzug des Oberbürgermeisters keinerlei Spuren. Mit Rosen bedankten sich hingegen die Teilnehmer einer Kundgebung in der Nähe der künftigen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld beim Kölner Oberbürgermeister, der das Bauvorhaben als Ausdruck religiöser Toleranz immer unterstützt hatte. Dort hatten sich am Nachmittag unter reger Teilnahme der Kölner Lokalpolitik Demonstranten gegen den sogenannten „Anti-Islamisierungskongress" zusammengefunden.

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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