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Radevormwald: Johanniter wollen Schülern den Pflegeberuf vorstellen
Dienstag, den 12. Mai 2009 um 10:03 Uhr
Johanniter-Pflegedienstleiterin Daniela SappokAnlässlich des internationalen Tages der Pflegenden am 12. Mai weisen die Johanniter-Einrichtungen Radevormwald auf die Bedeutung dieses Berufbilds für die Gesellschaft hin. Um das Image der Pflegenden zu verbessern und dem drohenden Nachwuchsmangel vorzubeugen, wollen die Johanniter Rader Schülern den Alltag von Pflegenden näher bringen. Professionell Pflegende leisten für das Gesundheitswesen und die Pflege einen unverzichtbaren Beitrag. „Gerade angesichts des demografischen Wandels muss die Arbeit der Kranken- und Altenpflegekräfte deshalb besonders gewürdigt werden“, fordert Daniela Sappok, Pflegedienstleiterin im Radevormwalder Johanniter-Krankenhaus. Um auch Jugendlichen das Berufsbild des Kranken- und Altenpflegers nahe zubringen, richten sich die Johanniter-Einrichtungen jetzt explizit an Rades Schulen. Das Angebot: Mitarbeiter aus Johanniter-Krankenhaus und -Altenheim informieren im Rahmen von Unterrichtsreihen oder Berufsvorbereitungskursen Schüler der Klassen 8 bis 10 über den Alltag von Pflegenden. Die Initiative soll helfen, wieder mehr Jugendliche für den Pflegeberuf zu interessieren. Denn nach Angaben des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DbfK) könnte die Bundesrepublik in den nächsten Jahren nicht zuletzt angesichts der demografischen Entwicklung auf einen echten Pflegenotstand zusteuern.

„Erste Signale dafür gibt es“, sagt Johanniter-Pflegedienstleiterin Daniela Sappok. „Gerade Fachkrankenschwestern sind vielerorts bereits heute Mangelware.“ Zurzeit haben zwar weder das Rader Krankenhaus noch das benachbarte Johanniter-Altenheim Schwierigkeiten, offene Pflegestellen neu zu besetzen. „Trotzdem können die Leistungen, die Pflegekräfte tagtäglich erbringen, gar nicht hoch genug bewertet werden“, unterstreichen Daniela Sappok und Doris Dudek, Heim- und Pflegedienstleiterin im Johanniter-Altenheim. So seien Pflegekräfte sowohl fachlich als auch emotional vielseitig gefordert. „Für die Behandlung von Menschen im Krankenhaus gehören die medizinische Versorgung sowie eine qualifizierte Pflegeleistung untrennbar und gleichwertig zusammen“, betont Pflegedienstleiterin Sappok. Beides könne nur unter guten Arbeitsbedingungen, mit entsprechender Qualifikation und durch menschliche Zuwendung gegenüber den Patienten geleistet werden.

Als Ausbildungsbetrieb legt das Johanniter-Altenheim dementsprechend großen Wert darauf, die zukünftigen Pflegekräfte fachlich und emotional optimal auf ihren Beruf vorzubereiten. Das Johanniter-Krankenhaus übernimmt diese Aufgabe in Kooperation mit Krankenpflegeschulen im Rahmen der praktischen Krankenpflegeausbildung. Die Initiative der Politik, dem drohenden Nachwuchsmangel durch eine Absenkung des Bildungsniveaus in der Pflege zu begegnen, halten die Johanniter-Einrichtungen für grundlegend falsch. „Die kranken, behinderten, alten und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland haben eine hochkompetente Versorgung verdient“, unterstreicht Doris Dudek.

Hintergrund:

Mit dem Internationalen Tag der Pflegenden wird seit 1963 jedes Jahr am 12. Mai an den Geburtstag von Florence Nightingale erinnert. Florence Nightingale machte die Krankenpflege zu einem allgemein anerkannten Beruf für Frauen und richtete 1860 die Nightingale Ausbildungsstätte für Krankenschwestern ein. In diesem Jahr steht der Gedenktag unter dem internationalen Motto „Unsere Kompetenz – Ihre Gesundheit“.

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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