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Radevormwald: TCM und Schulmedizin gehen Hand in Hand
Freitag, den 15. Mai 2009 um 14:21 Uhr
Radevormwald: TCM und Schulmedizin gehen Hand in HandDer Frühling steht in voller Blüte und die Lebensgeister erwachen auch in Radevormwald. Wer schnappt sich da nicht Fahrrad, Inliner oder seinen Lenkdrachen und genießt Mutter Natur. Doch was, wenn es in der Schulter knirscht und kracht und jede Bewegung mit Schmerzen verbunden ist? Der Bewegungsradius des Schultergelenkes ist sicherlich einzigartig und auch nur deswegen möglich, weil dieses Gelenk ausschließlich von Muskeln und Sehnen der so genannten Rotatorenmanschette gehalten und bewegt wird. Durch diesen enormen Bewegungsumfang kauft man sich auf der anderen Seite jedoch eine Anfälligkeit für verschiedenste Verletzungen ein. So wundert es nicht, dass in den letzten Jahren akute und chronische Schulterschmerzen deutlich zugenommen haben. Nicht weniger als jeder Zehnte klagt über häufig auftretende, zum Teil lang anhaltende Schmerzen, die schließlich auch zu langfristigen Ausfällen am Arbeitsplatz sowie bei privaten sportlichen Aktivitäten führen können. Eine mögliche Entstehungsursache dafür ist, dass verletzungs- und belastungsintensive Trendsportarten, oft ohne ausreichende Aufwärmphase und mangelnde Trainigsvorbereitung ausgeübt werden, was zu verschiedensten Beschwerden führen kann. Oft kommt es zum Impingementsyndrom, ein sog. Engpaßsyndrom im Bereich des Schulterdaches. Chronische Schleimbeutelentzündungen oder eine Reizung der Sehnenstrukturen sind ebenfalls häufig. Sehnenrisse bzw. Risse der Rotatorenmanschette kommen auch in Frage. Eine der häufigsten Diagnosen bei Schulterschmerzen ist die sog. Kalkschulter, wo es zu Verkalkungsprozessen im Bereich der Sehnenstrukturen kommt.

Zur erfolgreichen Therapie von Schulterschmerzen ist eine exakte Diagnose wichtig. Bei der schulmedizinischen Untersuchung durch den Spezialisten sollte eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung erfolgen. Als bildgebende Verfahren stehen das herkömmliche Röntgenbild, die Kernspintomographie (MRT), Ultraschalluntersuchungen und die Computertomographie (CT), zur Verfügung. Danach kann eine zielgerichtete Behandlung eingeleitet werden. Doch wichtig ist, dass man bei der Behandlung nicht frühzeitig invasive, d.h. operative Eingriffe durchführt, so Christian Kuhlmann, Chefarzt für Traditionelle Chinesische Medizin am Johanniter Krankenhaus in Radevormwald, denn nicht selten können auch durch operative Eingriffe die Beschwerden, wenn überhaupt, nur geringfügig verbessert werden. Eine anschließende langwierige krankengymnastische Rehabehandlung ist oft nötig. Gegen eine anfängliche Schmerztherapie mit sog. nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR), einer Spritzentherapie u.a. mit Cortison, ist sicherlich kurzfristig nichts einzuwenden. Stellt sich jedoch nach 3-4 Wochen keine Besserung ein, sollte man hiervon Abstand nehmen.

Als wirkliche Alternative, so Kuhlmann, bietet sich hier die gezielte Akupunkturbehandlung, bei der uns in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine sehr wirkungsvolle Kombination von spezifischen Akupunkturpunkten zur Verfügung steht. Im Rahmen der Akupunkturbehandlung wird meist auch eine Schröpf- und Elektroakupunktur gleichzeitig durchgeführt, um den Effekt noch zu verstärken. Des weiteren werden schon während der Behandlung Mobilisierungs- und Bewegungsübungen vom Patienten ausgeführt. Oft ist schon nach der ersten bzw. zweiten Behandlung direkt eine Veränderung der Beschwerdesymptomatik und eine Verbesserung des Bewegungsradius vom Patienten zu beobachten ist. Ein wesentlicher Aspekt dieser Therapie ist auch, dass so gut wie keine Nebenwirkungen auftreten können.

Sollte aber letztlich, nach Ausschöpfung aller konservativen, nicht operativen Maßnahmen, eine operative Behandlung unumgänglich sein, stehen im Johanniter Krankenhaus Radevormwald auch modernste chirurgisch/orthopädische Methoden zur Verfügung. Mit der sog. Schulterarthroskopie, so der Oberarzt der chirurgischen Abteilung Hr.Wissenberg, kann man durch kleinste Schnitte in einer Art „Schlüssellochverfahren“, das Schultergelenk von innen anschauen, untersuchen und ggf. mit sog. microinvasiven Instrumenten etwaige Engpasssyndrome oder andere Störungen beheben. Da die Operationswunden und -narben nur sehr gering sind, ist auch anschl. die Rehabilitatiosphase durch Krankengymnastik deutlich verkürzt und mit weniger Schmerzen verbunden. Es ist also wichtig, die richtige Behandlungsreihenfolge einzuhalten. Dies kann nur dann geschehen, wenn Schulmedizin und Traditionelle Chinesische Medizin sowie alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten.

Für uns in Radevormwald selbstverständlich, doch das ist nicht immer so, meinen Kuhlmann und Wissenberg

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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