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Integrationsfest für Menschen mit und ohne Behinderung
Aussenspiegel
Samstag, den 16. Mai 2009 um 14:01 Uhr
Deutschlands größtes Integrationsfest für Menschen mit und ohne Behinderung, der LVR-Tag der Begegnung, hat bei strahlendem Sonneschein seine Tore geöffnet. Im Archäologischen Park Xanten wirbt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit diesem Fest bereits zum zwölften Mal für Integration und gesellschaftliches Miteinander. In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto "Barrierefreies Europa". Über 200 Verbände, Einrichtungen und Initiativen, präsentieren sich und ihre Arbeit für ein barrierefreies und gleichberechtigtes Miteinander. Außerdem gibt es bis 18 Uhr ein buntes Programm für Groß und Klein. Mit Musik, Theater, Tanz, Zirkus, europäischen Künstlergruppen, Sport zum Mitmachen und Zuschauen, einem Römerlager, einem Kochzelt mit europäischen Köstlichkeiten und vielem mehr ist für Jeden etwas dabei.

Erwartet werden bis zu 30.000 Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt ist frei. Pünktlich um 11 Uhr eröffneten Dr. Jürgen Wilhelm, der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, und LVR-Direktor Harry K. Voigtsberger die Veranstaltung. "Sich begegnen, sich kennen lernen, gemeinsam feiern und gemeinsam etwas unternehmen - so beginnt gesellschaftliche Integration", erläuterte Dr. Wilhelm den ernsthaften Hintergrund des bunten und lebendigen Festes. Er führte weiter aus: "Wir sind alle nur unterschiedlich und das macht uns in Rheinland, in NRW und in Europa so lebendig." "Barrieren niederreißen und Begegnung ermöglichen - das war von Anfang an unser Ziel beim Tag der Begegnung," so führte LVR-Direktor Harry K. Voigtsberger aus. In diesem Jahr liege dabei ein besonderes Augenmerk auf Europa.

"Bei der Integration von Menschen mit Behinderung haben die einzelnen europäischen Länder unterschiedliche Sozialsysteme, Strukturen und Traditionen. Die einzelnen Ansätze haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Worauf es ankommt ist, sich über die Grenzen zu vernetzen und auszutauschen, voneinander zu lernen und sich miteinander weiter zu entwickeln", so Voigtsberger. Der LVR wolle helfen, gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Verbänden einen Diskussionsprozess anzustoßen zur Weiterentwicklung eines Europas auch der Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung.

Der Schirmherr des diesjährigen LVR-Tages der Begegnung Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, sagte: "Vor 50 Jahren wurde der erste Oskar verliehen. Wenn es einen Oskar für Veranstaltungen geben würde, würde ihn der LVR gewinnen." 1998 hatte der LVR das Fest als Signal gegen Ausgrenzung ins Leben gerufen. Es war die Antwort auf ein diskriminierendes Gerichtsurteil, das einer Wohngruppe von Menschen mit geistiger Behinderung zu bestimmten Tageszeiten die Nutzung des eigenen Gartens verbot. Dr. Wilhelm: "Das gesellschaftliche Klima ist seither deutlich toleranter geworden, aber wir müssen gemeinsam noch einen Schritt weiter gehen: hin zu aktiver Einbeziehung der Menschen mit Behinderung in alle Lebensbereiche, von Anfang an. Hin zur Inklusion, von der die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen spricht."

  Info Radevormwald wurde am 16. Mai 2009 eingestellt. Wir danken unseren zahlreichen treuen Lesern.

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